Ausblick: Wahlen in Bremen 2015

Nach vier Jahren ist am 10. Mai 2015 wieder Zeit für kleine und große Kreuze: Wahlen zur Bremer Bürgerschaft und zu den Ortsbeiräten in Bremen und Bremerhaven sowie zur dortigen Stadtverordnetenversammlung. Unter den zugelassenen Parteien und Wählervereinigungen finden sich neben der CDU einige andere mäßig bis stark rechts-lastige und rechtspopulistische Gruppierungen, auf die an diese Stelle kurz eingegangen werden soll. Weiterlesen

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Rechte Kundgebung verflüchtigt sich

4. April 2015, Bremerhaven. Unter dem Motto „Lehe wehrt sich“ hatte der Bremerhavener NPD-„Spitzen“kandidat Alexander von Malek im Stadtteil Lehe einen Aufmarsch angemeldet, erwartet wurden angeblich mehrere hundert Personen. Mit einigen Abstrichen genehmigte die zuständige Behörde dann allerdings lediglich eine Kundgebung. Weiterlesen

OLGIDA die Zweite

30. März 2015, Oldenburg. Erneut an einem Montag findet die zweite Kundgebung des Oldenburger PEGIDA-Ablegers statt, organisiert wird die Stehparade erneut von Christian Pothin aus Wildeshausen. Dieser überlegt anfangs noch, die Kundgebung mangels Teilnehmer_innen im letzten Moment abzusagen, startet dann allerdings doch noch durch: da der angekündigte Redner nicht auftaucht, muss Pothin selbst zum Mikro greifen, nach einer halben Stunde im Schnelldurchgang ist die Kundgebung auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs dann auch schon wieder vorbei. Weiterlesen

Dortmund: Bremer Nazis marschieren (mit)

28. März 2015, Dortmund. Organisiert vom Dortmunder Kreisverband der Partei „Die Rechte“ findet ein bundesweiter Aufmarsch mit ca. 700 Neonazis in der östlichsten Stadt der Rhein-Ruhr-Region statt.
Die Aufmarschroute verläuft durch die Innenstadt bis zum Westfalenstadion, wo eine Abschlusskundgebung und ein Rechtsrock-Konzert stattfindet. Weiterlesen

OLGIDIOTEN

16. März 2015, Oldenburg. Zur ersten Kundgebung des Oldenburger PEGIDA-Ablegers namens „OLGIDA“ treffen sich vor dem Oldenburger Bahnhof um die 40 Pappnasen, vorwiegend aus dem Weser-Ems-Gebiet. Auch zwei Bremer nehmen teil: Der eine ist der Organisator von „BREGIDA“ („Bremen gegen blablabla…“), Markus Schweighöfer. Der andere ist der 50-jährige Erich Seifert aus Bremen-Vegesack, ein ehemaliger AfD-ler der bei den Wahlen im Mai als Einzelkandidat für den Beirat Vegesack kandidiert. Auch er ist innerhalb des Bremer PEGIDA-Grüppchens aktiv. Weiterlesen

„Mit 88 Jahren…“

28. Februar und 1. März 2015, Grevesmühlen/Lüneburger Heide. Der Herausgeber des geschichtsrevisionistischen Magazins „Ein Fähnlein“, Henrik Ostendorf, organisiert an diesem Wochenende zwei Vortragsveranstaltungen mit dem Nazizeitzeugen Klaus Grotjahn. Dieser brabbelt am Samstag im Nazizentrum „Thinghaus“ in Grevesmühlen (Mecklenburg-Vorpommern) und am Sonntag dann in der Lüneburger Heide. Ostendorf hatte bereits in der Vergangenheit mehrere solcher Veranstaltungen durchgeführt.

Fotos von der Veranstaltung in Grevesmühlen (Recherche Nord)

Hausdurchsuchung bei Rigolf Hennig

12. Februar 2015, Verden. Beim ehemaligen Verdener NPD-Ratsmitglied Rigolf Hennig findet eine Hausdurchsuchung statt, ganze zwölf Polizeibeamt*innen durchsuchen seine Bude aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung. Hennig ist Herausgeber eines in Eigendruck produzierten Blattes mit dem Namen „Freistaat Preußen“, in welchem vor kurzem mal wieder der Holocaust geleugnet und verharmlost wurde. Auch in Thüringen, Hannover und Sachsen finden zeitgleich Durchsuchungen statt. Weiterlesen

Bremer Nazis im Schnee

31. Januar 2015, Mecklenburg-Vorpommern. Etwa 20 Nazis nehmen am diesjährigen „Tollensemarsch“ um den gleichnamigen See in MeckPomm teil. Schon seit 2004 versuchen Nazikader, den etwa 40 Kilometer langen „Leistungsmarsch“ als regelmäßiges Event für stramme Kameraden zu etablieren, die Anzahl der teilnehmenden Nazis war in den letzten Jahren jedoch deutlich größer. Gewidmet ist alles dem Gedenken an den 1930 gestorbenen Horst Wessel, seines Zeichens früherer „Sturmführer“ der SA. Weiterlesen

Tausende gegen AfD-Bundesparteitag

30. Januar bis 1. Februar 2015, Bremen. In Bremen findet der Bundesparteitag der „Alternative für Deutschland“ (AfD) statt, und das gleich an zwei Orten, die per Videokonferenz verbunden sind: Ein Teil der Parteimitgliedschaft findet sich im Musicaltheater am Richtweg ein, der andere in der Stadthalle auf der Bürgerweide. Weiterlesen

Geordneter Rückzug

Januar 2015, Bremen. Nach ziemlich genau 25 Jahren verkündet die Bremer Hooligangruppe „Standarte Bremen“ offiziell ihre Auflösung. Anlass ist ein Urteil des Bundesgerichtshofes, nach dem auch Hooligans grundsätzlich wegen der „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“ belangt werden könnten. Bundesweit hatten in den letzten Wochen bereits mehrere andere Gruppierungen ähnliche Schritte verkündet. Weiterlesen

Verschlüsselt ins neue Jahr!

httpsAb 2015 ist antifa-bremen.org nur noch über eine sichere Verbindung zu erreichen. Das bedeutet dass sämtliche Daten, die zwischen deinem Computer und unserem Server durch’s Netz geschickt werden, verschlüsselt übertragen werden. Zu erkennen ist dies am „https://“ in der Adresszeile (s für secure) bzw. an einem kleinen Schloss-Symbol o.ä. (anhängig vom benutzten Browser). Alle unverschlüsselten Seitenaufrufe werden automatisch auf die https-Version umgeleitet.

Um sicher per eMail mit uns zu kommunizieren, benutzt bitte weiterhin Software wie GPG (unseren öffentlichen Schlüssel gibt’s unter Kontakt).

Ungemütlicher Winter

Dezember 2014, Bremen/Niedersachsen. Mit haufenweise Aufklebern und Plakaten weisen Antifas Nachbarschaft und andere Interessierte auf acht Nazis aus der Bremer Region hin:

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HoGeSa-Recycling in Hannover

Marcel Kuschela alias "Flubber"

Marcel Kuschela alias „Flubber“

15. November 2014, Hannover. Drei Wochen nach der HoGeSa-Kundgebung in Köln findet in Hannover die zweite Kundgebung dieser Art statt, wieder maßgeblich organisiert von Nazikadern und Nazi-Hools. Beim ZOB am Hannoveraner Hauptbahnhof versammeln sich diesmal aber nur noch insgesamt etwa 2500 Personen. Nach den Ausschreitungen in Köln will die niedersächsische Polizei nichts anbrennen lassen, die Veranstaltung findet erst nach etlichen Kontrollen und unter strengen Auflagen statt, ein Großaufgebot der Polizei ist anwesend.

Wie bereits in Köln zeigt sich erneut ein rechts gemischter Haufen unterschiedlichster Couleur, dennoch ist der Anteil von organisierten und bekannten Nazis in Hannover merklich höher, die Beteiligung von tendentiell eher unbekanntem rechtem Pöbelvolk dagegen weitaus geringer. Dieser (vermutlich bundesweite) Trend lässt sich auch anhand der Bremer Beteiligung aufzeigen: Weiterlesen

HOhl-GEwalttätige SAmmelbewegung

26. Oktober 2014, Köln. Etwa 3000 Personen nehmen an einer Kundgebung des rechten Neu-Netzwerks „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) am Kölner Hauptbahnhof teil. Unter diesem Label versuchen rechte Hooligans, Rechtspopulisten und Nazi-Kader seit einiger Zeit verstärkt politischen Einfluss in Hooligan- und Ultraszenen zu gewinnen. Der breite gesellschaftliche Konsens bzgl. der Ablehnung von Salafisten und „Islamischer Staat“ dient den Initiatoren dabei als Grundlage für stumpfen Deutsch-Nationalismus und allgemeine Hetze gegenüber Muslimen. Im Verlauf der Veranstaltung kommt es zu haufenweise Randale und Schlägereien – mit der überraschten und überforderten Polizei, Pressevertreter_innen und einigen Gegendemonstrant_innen. Weiterlesen

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