30 Jahre Endstufe

13. August 2011, Groß Mackenstedt. In einem von Nazis gemieteten Schuppenareal findet zum wiederholten Mal ein Rechtsrock-Konzert statt. Anlass ist diesmal das 30-jährige Bestehen der Bremer Naziglatzenband „Endstufe“. Hierzu finden sich rund 150 Zu“hörer“ und Zu“hörerinnen“ ein sowie ein paar offizelle und inoffizielle Mitarbeiter der zuständigen Polizeiabteilungen. Außer „Endstufe“ spielen noch „Bunker 16“ sowie die „Vierländer Jungs“ (aus Hamburg). In den Gebäuden im 3-K-Weg befanden sich auch Proberäume, welche jedoch mittlerweile durch den Vermieter gekündigt wurden.

Siehe auch: Jubiläumskonzert mit „Endstufe“ (Bremer Schattenbericht)

Run Nazi, Run!

August 2011, Bremerhaven. Nachdem im „Bremer Schattenbericht“ öffentlich gemacht wird, dass der Bremerhavener Neonazi Michael Jurkeit im April diesen Jahres an einer NPD-Veranstaltung in Bremen teilgenommen hatte, kommt es zu einem Streit innerhalb des Bremerhavener Lauf-Vereins „Fishtown Runners“. Jurkeit ist dort seit Jahren Mitglied und betreut die Webseite des Vereins (das von ihm dabei als Kontaktadresse genutzte Postfach in Bremerhaven taucht auch auf der vor wenigen Monaten veröffentlichten NPD-Spenderliste auf).

In einem klärendes Gespräch mit einem Runners-Gründungsmitglied wird ihm der Austritt nahegelegt, Jurkeit weigert sich. Einige andere Mitglieder ziehen daraufhin die Konsequenzen, distanzieren sich, treten aus dem Verein aus und gründen einen neuen Lauftreff. Die restlichen Mitläufer akzeptieren den Neonazi in ihren Reihen. Fragt sich nur wie lange noch?

Jurkeit zusammen mit dem NPD-Landesvorsitzenden Horst Görmann beim Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Jurkeit zusammen mit dem NPD-Landesvorsitzenden Horst Görmann beim Naziaufmarsch in Bad Nenndorf

Die Bremer Nazi-Band „Bunker 16“

CD-Cover von Bunker 16

CD-Cover von Bunker 16

Recht unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich bereits 2009 in Bremen und dem südlichen Umland eine neue Nazi-Band namens „Bunker 16“ zusammengefunden.

Im Februar diesen Jahres traten sie gemeinsam mit „Morgenrot“ und „Sleipnir“ auf einem Konzert im Ruhrgebiet das erste Mal öffentlich auf, im Mai 2011 veröffentlichten sie dann ihre erste CD mit dem Titel „Alles oder Nichts“ beim Nazilabel „Front Records“.

Am 21. Mai 2011 spielte Bunker 16 bei einem Nazikonzert in Groß Mackenstedt bei Delmenhorst, das als Geburtstagsparty aus dem Umfeld der Bremer Naziband „Endstufe“ organisiert wurde, vor etwa 150 Nazi-Skins aus Norddeutschland. Andere Nazi-Bands an diesem Abend waren „Alte Schule“, „Shavenheads“, „Glory Boys“ und den „Veerländer Jungs“. Weiterlesen

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Außer Spesen nichts gewesen

Yannick Kleinhans

Yannick Kleinhans

25. Juni 2011. Die Naziband „KC – Hungrige Wölfe“ sollte ursprunglich am Abend in Eschede spielen, der Auftrittsort wird allerdings kurzfristig nach Stuckenborstel bei Bremen verlegt. Obwohl die anreisenden Nazis, Halbfaschos und restlichen Stumpfis über Schleusungspunkte geleitet werden, wird der Veranstaltungsort schnell bekannt. Die Polizei untersagt das Konzert letztendlich, weil die Veranstalter (u.a. Yannick Kleinhans aus Rotenburg) keine ordnungsgemäße Genehmigung vorlegen können.

KC-Konzert in Oslebshausen

12. Juni 2011, Bremen-Oslebshausen. In der Oslebshauser Sperberstraße findet auf dem Gelände der Sport-Gemein­schaft Oslebs­hau­sen e.V. ein Konzert mit der Naziband „KC – Hungrige Wölfe“ mit ca. 300 BesucherInnen statt. Vorband am Pfingstsamstag ist die selbsternannte „Grauzoneband“ „Notlöhsung“ aus Werningerode.

Das Konzert, das als eine Privatfeier getarnt angemeldet wurde, kann unter Auflagen von 20 bis 21:30 Uhr stattfinden. Der Pächter äußert gegenüber der Polizei zwar zunächst die Absicht, das Konzert auflösen zu lassen, nachdem er über den rechten Hintergrund der Band aufgeklärt wurde, ändert seine Meinung danach jedoch. Die Polizei beschränkt sich daraufhin auf die Überprüfung der anreisenden BesucherInnen. Nach dem Konzert ziehen einige Faschos noch weiter in Richtung Bahnhofsvorstadt um im „Bells“ abgestandenes Bier zu trinken.

Siehe auch:
Ungestörte Nazi-Feiern (taz-Artikel)
Panorama Nord Beitrag über „Kategorie C“ (Youtube-Video)

Nachschlag in Sachen Cappelmann

10. Juni 2011, Bremen. Nachdem im April die NPD-Aktivitäten des Bremer Unternehmers Jan Cappelmann öffentlich werden, versucht dieser per Gericht der Bremer taz eine Gegendarstellung aufzudrücken, in der er behauptet nur „freundschaftlich“ damit zu tun zu haben und „nicht die geringsten Sympathien für die politischen Ziele und politischen Äußerungen der NPD“ zu hegen. Neu aufgetauchte E-Mails zwischen ihm und Bremer Nazis beweisen noch einmal: Cappelmann is a Nazi!

Siehe auch:
NPD-Treffen mit Nazi-Unternehmer Cappelmann
Mann mit Verbindungen (taz-Artikel)Cappelmann gegen TAZ (taz-Artikel)

NSHB feiert Geburtstag

4. Juni 2011, Bremen. Um die 80 Hooligans, darunter etliche Nazis, feiern am Abend auf dem Veranstaltungsschiff „De Liefde“ hinter der Stephanibrücke auf der Weser. Anlass ist der fünfte Geburtstag von „Nordsturm Brema“ (NSHB), einer Nachwuchsgruppe der Bremer Nazi-Hooligangruppe „Standarte 88“. Aus mehreren Städten reisen Gäste an, unter anderem eine Gruppe aus Essen. Bis in die Morgenstunden grölt der Haufen zu Musik und lässt sich volllaufen. Weiterlesen

V-erachtenswerter S-cheißverein

Juni 2011, Bremen. Im Rahmen des Bremer NPD-Wahlkampfes beteiligten sich im Frühjahr hunderte Antifas an den Gegenaktivitäten. Am 30. April waren dann Tausende auf der Straße um sich den Nazis in den Weg zu stellen, darunter viele junge Menschen. Dabei wurden dutzende Leute aus verschiedensten Anlässen von der Polizei festgenommen oder überprüft. Einige Wochen später stellt sich heraus, dass die Bremer Polizei diese Daten offensichtlich an den Verfassungsschutz weitergegeben hat. Weiterlesen

Gute Heimreise, Herr Pühse!

The roof, the roof, the roof is on fire! (Handyfoto von Pühse)

The roof, the roof, the roof is on fire! (Handyfoto von Pühse)

22. Mai 2011, Bremerhaven. Noch in der Nacht nach der NPD-Wahlschlappe brennt das Fahrzeug des Spitzenkandidaten für Bremerhaven, Jens Pühse, aus. Laut Polizei, die in „alle Richtungen“ ermittelt, könnte das aber auch ein „einfacher Zufall“ sein.

Rrröhr, brüll, würg

21. Mai 2011, Groß Mackenstedt bei Delmenhorst. Das Umfeld der Bremer Naziband „Endstufe“ organisiert ein Nazikonzert. Vor etwa 150 norddeutschen Nazi-Gästen spielen „Bunker 16“, „Alte Schule“, „Shavenheads“, „Glory Boys“ und die „Veerländer Jungs“.

In Bremen stäht oa Hofbräuhaus…

Jörg Wrieden

Jörg Wrieden

19. Mai 2011, Bremen. …und schmeißt die NPD nicht heraus: Am Abend treffen sich gut 25 Bremer und Bremerhavener NPDler mit ihren auswärtigen Wahlkampfunterstützern zum Fressen im „Hofbräuhaus“ an der Domsheide. Passanten informieren daraufhin die Angestellten über ihre Gäste, die jedoch der Meinung sind dass es „kein Problem mit der NPD gibt, solange diese kein Ärger macht“ (O-Ton: „Des is mia wurscht!“).

Sicherheitshalber wird dann aber doch die Schandarmarie gerufen, die sich vor der Tür postiert. Sascha Humpe (mit Humpen in der Hand) macht derweilen einen recht instabilen Eindruck. Eine größere Gruppe von militanten Antifas trifft bei der Abfahrt der Nazis auf zwei von ihnen besetzte Taxis, die beschädigt werden. „Zufälligerweise“ ist einer der Taxifahrer der Bremer-Norder NPD-Aktivist Jörg Wrieden, der seit Jahren für den Taxi-Verbund „Taxi-Ruf Bremen“ arbeitet.

Der Letzte macht den Lampe aus

13. Mai 2011, Bremen-Vegesack. In Vegesack am Haven-Höövt findet zum wiederholten Male eine NPD-Aktion statt, dieses Mal in Form einer Mini-Kundgebung. Anlass ist eine CDU-Wahlkampfveranstaltung mit dem Bundesverteidigungsminister in der Nähe. Durch etliche Polizeikräfte von der desinteressierten Öffentlichkeit abgeschirmt lauschen 15 Nazis gelangweilt ihrem großen Redner Matthias Faust, bzw. hören währenddessen Musik aus dem iPod, popeln in der Nase und telefonieren. „Deutschland erwache“ eben.

"viele interessierte Bürger ...", "Infomaterialien wurden uns aus den Händen gerissen ..."

„viele interessierte Bürger …“, „Infomaterialien wurden uns aus den Händen gerissen …“

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Double-Action gegen NPD-Autos

12. Mai 2011, Bremen/Bremerhaven. In der Nacht zum Do­nners­tag brennen laut NPD-Angaben zwei Fahrzeuge von Mitgliedern ab. Dabei soll es sich um das Auto des Bremerhavener NPD-​Lan­des­vor­sit­zen­den Horst Gör­mann sowie den PKW „eines be­kann­ten Bre­mer Ak­ti­vis­ten“ han­de­ln. Tja, sowas kommt von sowas.

Polizeirazzia im NPD-Büro

10. Mai 2011, Bremerhaven. Die Polizei durchsucht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen das NPD-„Bürgerbüro“ in Bremerhaven-Surheide und beschlagnahmt 300 Exemplare des sogenannten „Lehrerschreck“. Das rassistische Pamphlet sollte an Bremer Schulen verteilt werden. Presserechtlich verantwortlich ist der NPD-Spitzenkandidat für Bremerhaven, Jens Pühse, der hinter der Beschlagnahme eine Verschwörung vermutet.

Bereits Mitte April beschlagnahmte die Polizei in Schwachhausen sowie bei einem Infostand in Bremerhaven einige Exemplare der NPD-„Schulhof-CD“.

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