Nachschlag in Sachen Cappelmann

10. Juni 2011, Bremen. Nachdem im April die NPD-Aktivitäten des Bremer Unternehmers Jan Cappelmann öffentlich werden, versucht dieser per Gericht der Bremer taz eine Gegendarstellung aufzudrücken, in der er behauptet nur „freundschaftlich“ damit zu tun zu haben und „nicht die geringsten Sympathien für die politischen Ziele und politischen Äußerungen der NPD“ zu hegen. Neu aufgetauchte E-Mails zwischen ihm und Bremer Nazis beweisen noch einmal: Cappelmann is a Nazi!

Siehe auch:
NPD-Treffen mit Nazi-Unternehmer Cappelmann
Mann mit Verbindungen (taz-Artikel)Cappelmann gegen TAZ (taz-Artikel)

NSHB feiert Geburtstag

4. Juni 2011, Bremen. Um die 80 Hooligans, darunter etliche Nazis, feiern am Abend auf dem Veranstaltungsschiff „De Liefde“ hinter der Stephanibrücke auf der Weser. Anlass ist der fünfte Geburtstag von „Nordsturm Brema“ (NSHB), einer Nachwuchsgruppe der Bremer Nazi-Hooligangruppe „Standarte 88“. Aus mehreren Städten reisen Gäste an, unter anderem eine Gruppe aus Essen. Bis in die Morgenstunden grölt der Haufen zu Musik und lässt sich volllaufen. Weiterlesen

V-erachtenswerter S-cheißverein

Juni 2011, Bremen. Im Rahmen des Bremer NPD-Wahlkampfes beteiligten sich im Frühjahr hunderte Antifas an den Gegenaktivitäten. Am 30. April waren dann Tausende auf der Straße um sich den Nazis in den Weg zu stellen, darunter viele junge Menschen. Dabei wurden dutzende Leute aus verschiedensten Anlässen von der Polizei festgenommen oder überprüft. Einige Wochen später stellt sich heraus, dass die Bremer Polizei diese Daten offensichtlich an den Verfassungsschutz weitergegeben hat. Weiterlesen

Gute Heimreise, Herr Pühse!

The roof, the roof, the roof is on fire! (Handyfoto von Pühse)

The roof, the roof, the roof is on fire! (Handyfoto von Pühse)

22. Mai 2011, Bremerhaven. Noch in der Nacht nach der NPD-Wahlschlappe brennt das Fahrzeug des Spitzenkandidaten für Bremerhaven, Jens Pühse, aus. Laut Polizei, die in „alle Richtungen“ ermittelt, könnte das aber auch ein „einfacher Zufall“ sein.

Rrröhr, brüll, würg

21. Mai 2011, Groß Mackenstedt bei Delmenhorst. Das Umfeld der Bremer Naziband „Endstufe“ organisiert ein Nazikonzert. Vor etwa 150 norddeutschen Nazi-Gästen spielen „Bunker 16“, „Alte Schule“, „Shavenheads“, „Glory Boys“ und die „Veerländer Jungs“.

In Bremen stäht oa Hofbräuhaus…

Jörg Wrieden

Jörg Wrieden

19. Mai 2011, Bremen. …und schmeißt die NPD nicht heraus: Am Abend treffen sich gut 25 Bremer und Bremerhavener NPDler mit ihren auswärtigen Wahlkampfunterstützern zum Fressen im „Hofbräuhaus“ an der Domsheide. Passanten informieren daraufhin die Angestellten über ihre Gäste, die jedoch der Meinung sind dass es „kein Problem mit der NPD gibt, solange diese kein Ärger macht“ (O-Ton: „Des is mia wurscht!“).

Sicherheitshalber wird dann aber doch die Schandarmarie gerufen, die sich vor der Tür postiert. Sascha Humpe (mit Humpen in der Hand) macht derweilen einen recht instabilen Eindruck. Eine größere Gruppe von militanten Antifas trifft bei der Abfahrt der Nazis auf zwei von ihnen besetzte Taxis, die beschädigt werden. „Zufälligerweise“ ist einer der Taxifahrer der Bremer-Norder NPD-Aktivist Jörg Wrieden, der seit Jahren für den Taxi-Verbund „Taxi-Ruf Bremen“ arbeitet.

Der Letzte macht den Lampe aus

13. Mai 2011, Bremen-Vegesack. In Vegesack am Haven-Höövt findet zum wiederholten Male eine NPD-Aktion statt, dieses Mal in Form einer Mini-Kundgebung. Anlass ist eine CDU-Wahlkampfveranstaltung mit dem Bundesverteidigungsminister in der Nähe. Durch etliche Polizeikräfte von der desinteressierten Öffentlichkeit abgeschirmt lauschen 15 Nazis gelangweilt ihrem großen Redner Matthias Faust, bzw. hören währenddessen Musik aus dem iPod, popeln in der Nase und telefonieren. „Deutschland erwache“ eben.

"viele interessierte Bürger ...", "Infomaterialien wurden uns aus den Händen gerissen ..."

„viele interessierte Bürger …“, „Infomaterialien wurden uns aus den Händen gerissen …“

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Double-Action gegen NPD-Autos

12. Mai 2011, Bremen/Bremerhaven. In der Nacht zum Do­nners­tag brennen laut NPD-Angaben zwei Fahrzeuge von Mitgliedern ab. Dabei soll es sich um das Auto des Bremerhavener NPD-​Lan­des­vor­sit­zen­den Horst Gör­mann sowie den PKW „eines be­kann­ten Bre­mer Ak­ti­vis­ten“ han­de­ln. Tja, sowas kommt von sowas.

Polizeirazzia im NPD-Büro

10. Mai 2011, Bremerhaven. Die Polizei durchsucht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bremen das NPD-„Bürgerbüro“ in Bremerhaven-Surheide und beschlagnahmt 300 Exemplare des sogenannten „Lehrerschreck“. Das rassistische Pamphlet sollte an Bremer Schulen verteilt werden. Presserechtlich verantwortlich ist der NPD-Spitzenkandidat für Bremerhaven, Jens Pühse, der hinter der Beschlagnahme eine Verschwörung vermutet.

Bereits Mitte April beschlagnahmte die Polizei in Schwachhausen sowie bei einem Infostand in Bremerhaven einige Exemplare der NPD-„Schulhof-CD“.

Fotos: Nazi-Aufmarsch am 30. April 2011 in der Bremer Neustadt

Am 30. April marschierten Nazis durch den Bremer Stadtteil Neustadt. Eine Woche später veröffentlichen wir an dieser Stelle Fotos aller exakt 195 TeilnehmerInnen (leider verzögerte sich die Veröffentlichung, da unser Rechner immer wieder abgestürzt ist: Grafikkarten-Tinnitus von den ganzen Pfeifen…).

Dass es laut offiziellen Polizeiangaben nur 185 Nazis gewesen sein sollen lässt sich natürlich damit erklären, dass die Behörden ihre eigenen V-Männer und -Frauen nicht mitgezählt haben. Weiterlesen

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KC-Konzert in Stadthagen

2. Mai 2011, Stadthagen. Rund 100 Gäste besuchen ein Konzert der rechten Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ in Stadthagen. Es findet im örtlichen Club der „Red-Devils“ statt, des „Unterstützerclubs“ der „Hells Angels“. Die mit einem Großaufgebot angereiste Polizei spricht 46 Platzverweise aus und sorgt dafür, dass das Konzert ohne weitere Zwischenfälle abläuft.

Siehe auch: Großeinsatz wegen Hooligan-Konzert

Nazi-Aufmarsch in der Bremer Neustadt

30. April 2011, Bremen. Abgeschirmt von einem massiven Polizeiaufgebot marschieren knapp unter 200 Nazis durch die Bremer Neustadt. Prügelbullen aus mehreren Bundesländern versuchen antifaschistischen Protest zu unterbinden und die Antifa-Demo mit mehreren Tausend Menschen von der Nazi-Route fernzuhalten, es gibt etliche Verletzte durch Schläge und Pfefferspray.

Siehe auch:
Wahl 2011: Vorläufiges antifaschistisches Endergebnis
Fotos: Nazi-Aufmarsch am 30. April 2011 in der Bremer Neustadt

„Ha ho he, unter’m Ladentisch liegt der Schnee…“

Ende April 2011, Bremen. Nach fast 5 Jahren in der Faulenstraße im Stephaniviertel zieht der „Sportsfreund“-Laden des Bremer Nazihooligans Marten Ostendorf um, und zwar ganze zwei Ecken weiter, nämlich in die Falkenstraße 32. Der Kampf gegen den Nazi-Anlaufpunkt geht damit in die nächste Runde und wird sicher nicht enden bevor der letzte Naziladen endgültig dicht ist.

Gleich schlägt’s 13!

23. April 2011, Bremen-Gröpelingen. Bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung des neuen Bremer Verfassungsschutzberichtes hat auch die Bremer NPD die meisten Seiten im Schnellleseverfahren durchgearbeitet und möchte etwas zum Mode-Thema „Islamismus“ beisteuern. Vielleicht erhielten bekannte NPDler für ihre zuverlässige Informationsweitergabe vom deutschen Geheimdienst auch schon vorher ein Leseexemplar als Dankeschön? Ergebnis ist jedenfalls eine angemeldete Kundgebung vor einem Verein von sog. „Salafisten“ in Gröpelingen. Weiterlesen

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