Unge­müt­li­cher Win­ter

Dezem­ber 2014, Bremen/Niedersachsen. Mit hau­fen­weise Auf­kle­bern und Pla­ka­ten wei­sen Anti­fas Nach­bar­schaft und andere Inter­es­sierte auf acht Nazis aus der Bre­mer Region hin:

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HoGeSa-Recy­cling in Han­no­ver

Marcel Kuschela alias "Flubber"

Mar­cel Kuschela alias „Flub­ber“

15. Novem­ber 2014, Han­no­ver. Drei Wochen nach der HoGeSa-Kund­ge­bung in Köln fin­det in Han­no­ver die zweite Kund­ge­bung die­ser Art statt, wie­der maß­geb­lich orga­ni­siert von Nazi­ka­dern und Nazi-Hools. Beim ZOB am Han­no­ve­ra­ner Haupt­bahn­hof ver­sam­meln sich dies­mal aber nur noch ins­ge­samt etwa 2500 Per­so­nen. Nach den Aus­schrei­tun­gen in Köln will die nie­der­säch­si­sche Poli­zei nichts anbren­nen las­sen, die Ver­an­stal­tung fin­det erst nach etli­chen Kon­trol­len und unter stren­gen Auf­la­gen statt, ein Groß­auf­ge­bot der Poli­zei ist anwe­send.

Wie bereits in Köln zeigt sich erneut ein rechts gemisch­ter Hau­fen unter­schied­lichs­ter Cou­leur, den­noch ist der Anteil von orga­ni­sier­ten und bekann­ten Nazis in Han­no­ver merk­lich höher, die Betei­li­gung von ten­den­ti­ell eher unbe­kann­tem rech­tem Pöbel­volk dage­gen weit­aus gerin­ger. Die­ser (ver­mut­lich bun­des­weite) Trend lässt sich auch anhand der Bre­mer Betei­li­gung auf­zei­gen: Wei­ter­le­sen

HOhl-GEwalt­tä­tige SAm­mel­be­we­gung

26. Okto­ber 2014, Köln. Etwa 3000 Per­so­nen neh­men an einer Kund­ge­bung des rech­ten Neu-Netz­werks „Hoo­li­gans gegen Sala­fis­ten“ (HoGeSa) am Köl­ner Haupt­bahn­hof teil. Unter die­sem Label ver­su­chen rechte Hoo­li­gans, Rechts­po­pu­lis­ten und Nazi-Kader seit eini­ger Zeit ver­stärkt poli­ti­schen Ein­fluss in Hoo­li­gan- und Ultra­sze­nen zu gewin­nen. Der breite gesell­schaft­li­che Kon­sens bzgl. der Ableh­nung von Sala­fis­ten und „Isla­mi­scher Staat“ dient den Initia­to­ren dabei als Grund­lage für stump­fen Deutsch-Natio­na­lis­mus und all­ge­meine Hetze gegen­über Mus­li­men. Im Ver­lauf der Ver­an­stal­tung kommt es zu hau­fen­weise Ran­dale und Schlä­ge­reien — mit der über­rasch­ten und über­for­der­ten Poli­zei, Pressevertreter_innen und eini­gen Gegendemonstrant_innen. Wei­ter­le­sen

Nazis Hamm wenig Spaß

3. Okto­ber 2014, Hamm. Am „Tag der deut­schen Ein­heit“ mar­schie­ren rund 120 Neo­na­zis durch Hamm in West­fa­len. Orga­ni­siert wird der Auf­marsch vom Ham­mer Kreis­ver­band von „Die Rechte“. Lokal nen­nens­wert sind u.a. Nils Budig aus Leer (ex Schwa­ne­wede), Mar­kus Wal­ter (Ver­den) und Michael Kur­zeja (Bre­men). Hun­derte Anti­fas ver­su­chen den Auf­marsch an meh­re­ren Stel­len zu blo­ckie­ren, wodurch sich die­ser zu Beginn um ca. eine Stunde ver­zö­gert. Wei­ter­le­sen

Nazi-Sprü­che in Bre­men

Nazikleber in Schwachhausen

Nazik­le­ber in Schwach­hau­sen

August/September 2014, Bre­men. Im Bre­mer Stadt­teil Schwach­hau­sen tau­chen meh­rere Auf­kle­ber auf, die die geplante Nut­zung einer Sport­halle als Not-Unter­kunft für geflüch­tete Men­schen für ras­sis­ti­sche Hetze aus­zu­nut­zen ver­su­chen. Unge­fäh­res Epi­zen­trum der Auf­kle­ber-Orte ist „zufäl­li­ger­weise“ die Woh­nung vom Bre­mer Alt­nazi Thors­ten Schib­block in der H.-H.-Meier-Allee. Wei­ter­le­sen

Nah­kampf fährt ab...

26. August 2014, Hild­burg­hau­sen. Im Zuge einer Kund­ge­bung des rech­ten „Bünd­nis Zukunft Hild­burg­hau­sen“ unter der Lei­tung des Neo­na­zis Tommy Frenck fin­det ein Rechts­rock-Kon­zert in Hild­burg­hau­sen (Süd­thü­rin­gen) statt. Unter den ange­reis­ten Nazi­bands ist auch die Bre­mer Band „Nah­kampf“ um den „Kate­go­rie C“-Sänger und Neo­nazi Han­nes Osten­dorf. „Nah­kampf“ ist sein zwei­tes Pro­jekt und tritt meist per­so­nali­den­tisch mit „Kate­go­rie C“ auf. Wei­ter­le­sen

Voll­ver­samm­lung

1. Juni 2014, Bre­men. Im Rah­men einer bun­des­wei­ten Tour spre­chen die bei­den Sala­fis­ten-Wan­der­pre­di­ger Pierre Vogel und Sven Lau vor meh­re­ren Hun­dert Zuhörer_innen auf einer Kund­ge­bung vor dem Über­see­mu­seum am Bre­mer Haupt­bahn­hof. In meh­re­ren Städ­ten tauch­ten bei ähn­li­chen Ver­an­stal­tun­gen bereits Nazis und rechte Islamgegner_innen auf, auch in Bre­men kün­dig­ten sich im Vor­feld Grup­pen wie die „Ger­man Defence League“ (GDL) an. Wei­ter­le­sen

Bre­men und die Euro­pa­wahl 2014

Gut 48 Pro­zent der Wahl­be­rech­tig­ten betei­lig­ten sich in Deutsch­land an der Wahl zum Euro­pa­par­la­ment in Straß­burg. In meh­re­ren euro­päi­schen Staa­ten kam es zu einem Rechts­ruck, in Deutsch­land konn­ten rechte und rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­teien ins­ge­samt aber kaum Stim­men­zu­wächse ver­bu­chen. Zur Wahl ange­tre­ten waren die „Natio­nal­de­mo­kra­ti­sche Par­tei Deutsch­lands“ (NPD), die rechts­po­pu­lis­ti­sche „Alter­na­tive für Deutsch­land“ (AfD) sowie die ver­staub­ten Repu­bli­ka­ner (REP). Wei­ter­le­sen

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Bre­mer Nazi-Hool im Auf­trag der SS-Tra­di­ti­ons­pflege

"Ein Fähnlein"

„Ein Fähn­lein“

3./4. Mai 2014, Nord­deutsch­land. In der Lüne­bur­ger Heide und im „Thing­haus“ in Gre­ves­müh­len (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) fin­den zwei Ver­an­stal­tun­gen über das deut­sche Afri­ka­korps samt Zeit­zeu­gen statt. Dahin­ter steht der Bre­mer Neo­nazi und Hoo­li­gan Hen­rik Osten­dorf, der in den letz­ten Jah­ren bereits meh­rere ver­gleich­bare Tref­fen orga­ni­siert hatte.

„Ossi“ betreibt zusam­men mit Andreas Biere (Mag­de­burg) auch das geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Zeit­schrifts­pro­jekt „Ein Fähn­lein“, aus des­sen Dunst­kreis der­ar­tige Ver­an­stal­tun­gen ent­sprin­gen. Die mehr­mals im Jahr erschei­nende NS-Publi­ka­tion berich­tet über „Kriegs­er­leb­nisse“, deut­sche „Sol­da­ten­schick­sale“ des 2. Welt­krie­ges, euro­pa­weite Ver­an­stal­tun­gen und Gedenk­fei­ern. Im dazu­ge­hö­ri­gen Ver­lag wer­den Bio­gra­phien und Erin­ne­run­gen von deut­schen Kriegs­ver­bre­chern des 3. Rei­ches ver­trie­ben. Wei­ter­le­sen

Ras­sis­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung eines Todes­falls

14. März 2014, Kirchw­eyhe. Anläss­lich des ers­ten Todes­tags von Daniel S., der im März letz­ten Jah­res bei einer Aus­ein­an­der­set­zung in Kirchw­eyhe schwer ver­letzt wurde und im Kran­ken­haus ver­starb, neh­men hun­derte Men­schen an einer Geden­kenk­ver­an­stal­tung auf dem Bahn­hofs­platz teil.

Wie schon im letz­ten Jahr ver­su­chen Nazis und rechte Grup­pie­run­gen die Tat für ras­sis­ti­sche Hetze zu instru­men­ta­li­sie­ren. Feder­füh­rend ist hier­bei erneut die Initia­tive „Wir sind Daniel“, hin­ter der vor allem die Bre­mer Nazis Michael Kur­zeja und Mar­kus Pri­venau ste­cken (als Ver­ant­wort­li­cher im Sinne des Pres­se­rechts wird Rigolf Hen­nig aus Ver­den reani­miert). Als Anmel­der der rech­ten Mahn­wa­che fun­giert Rai­ner Horst­mann aus Eldagsen in Nie­der­sach­sen, der auch die Face­book-Ver­an­stal­tungs­seite „Eine Rose für Daniel“ star­tete. Wei­ter­le­sen

Nazi­hools beim Nord­derby

1. März 2014, Bre­men. Anläss­lich des 100. Nord­der­bys zwi­schen Wer­der und dem HSV ver­su­chen etwa 130 Per­so­nen aus dem Hoo­li­gan-Spek­trum mit einem Schiff vom Pier2-Anle­ger in Grö­pe­lin­gen zum Weser­sta­dion zu schip­pern. Die Was­ser­schutz­po­li­zei zwingt den Kapi­tän jedoch umzu­dre­hen und am Mar­ti­ni­an­le­ger an der Schlachte anzu­le­gen, wo die Poli­zei eine Kon­trolle aller Pas­sa­giere durch­führt. Wei­ter­le­sen

Braune Hoch­zeits­suppe

31. Januar 2014, Bre­men. Jens Brand, Sän­ger der Bre­mer Nazi­band „End­stufe“, lädt zur Hoch­zeits­feier — ein Pot­pourri aus Rockern, Hools und Neo­na­zis lässt sich nicht zwei Mal bit­ten. Ein Arti­kel von „Blick nach Rechts“ fasst Zusam­men­hänge und Gescheh­nisse zusam­men und füt­tert das Ganze mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu anwe­sen­den Gäs­ten.