Klei­ner Wahl­aus­blick 2013

Am 22. Sep­tem­ber 2013 fin­den mal wie­der Bun­des­tags­wah­len statt. Auch die­ses Jahr wer­den einige rechte Grup­pie­run­gen und Per­so­nen auf den Bre­mer Wahl­zet­teln zu fin­den sein. Wei­ter­le­sen

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Eine kleine Por­tion Nazi aus HB in DO

31. August 2013, Dort­mund. Bei einem Nazi­auf­marsch, orga­ni­siert von Chris­tian Worchs Ver­lie­rer­bande „Die Rechte“, sind unter knapp 350 Nazis auch einige Bre­mer anwe­send, z. B. Hen­rik Osten­dorf.

Pro D in HB

23. August 2013, Bre­men. Die rechts­po­pu­lis­ti­sche Kleinst­par­tei „Bür­ger­be­we­gung Pro Deutsch­land“ bereist im Rah­men einer deutsch­land­wei­ten Wahl­kampf­tour auch Bre­men. Wie auch in ande­ren Städ­ten plan­ten sie, vor einer wil­den Mischung aus irgend­wie „lin­ken“ und eini­gen ver­meint­lich „isla­mis­ti­schen“ Zen­tren Kund­ge­bun­gen abzu­hal­ten. Auf der geplan­ten Route für Bre­men fin­den sich neben einem isla­mi­schen Kul­tur­zen­trum am Brei­ten­weg und einer Moschee in Grö­pe­lin­gen auch der Bre­mer Info­la­den, das ZAKK, ein Wohn­pro­jekt in der Grü­nen­str. sowie das Kurz­schluss in der Neu­stadt. Das Bre­mer Stadt­amt geneh­migte aller­dings für Sta­tion 3 und 4 nur eine gemein­same Kund­ge­bung, und zwar auf dem Goe­the­platz vor dem Thea­ter. Wei­ter­le­sen

NPD im Regen

Eierkarton14. August 2013, Bre­men-Vege­sack. Im Rah­men ihrer „Deutsch­land­tour“ kommt die NPD auch nach Bre­men, genauer gesagt nach Bre­men-Vege­sack, wo sie eine mehr­stün­dige Kund­ge­bung durch­füh­ren will. Dazu kommt es aber nicht: Schon vor der Ankunft der drei NPD-Fahr­zeuge ver­sam­meln sich über 100 Men­schen am Vege­sa­cker Bahn­hof. Als die NPD schließ­lich ein­trifft und unter Poli­zei­schutz ihre Anlage auf­bauen will, fängt es plötz­lich an in Strö­men zu reg­nen. Kurz danach kommt dann eine große Gruppe Anti­fas auf die Kund­ge­bung zuge­rannt und rei­chert das „natür­li­che“ kühle Nass mit ver­schie­dens­tem Gemüse an. Die zahl­reich anwe­sende Poli­zei reagiert erst plan­los und dann hek­tisch und zieht in den nächs­ten Minu­ten immer wie­der will­kür­lich Leute aus der grö­ße­ren Menge. Wei­ter­le­sen

Nazi­auf­marsch in Bad Nenn­dorf

Bad Nenndorf 20133. August 2013, Bad Nenn­dorf. Nur gut 400 Nazis tref­fen die­ses Jahr im nie­der­säch­si­schen Kur­ort Bad Nenn­dorf ein, um am ach­ten Auf­marsch in Folge teil zu neh­men. Seit Begin der soge­nann­ten „Trau­er­mär­sche“ vom Bahn­hof zum Wink­ler­bad nahm die Teil­neh­mer­zahl der Nazis kon­ti­nu­ier­lich ab. Dies ist zum einen auf die inter­nen Rei­ber­reien zwi­schen NPD’lern und Freien Natio­na­lis­ten zurück­zu­füh­ren, zum ande­ren auch auf die recht kon­stant erfolg­rei­chen brei­ten und geziel­ten Gegen­ak­tio­nen. Wei­ter­le­sen

Bre­mer Rechte in Hamm

20. Juli 2013, Hamm/NRW. Ca. 600 Men­schen pro­tes­tie­ren gegen einen Auf­marsch der Par­tei „Die Rechte“, der um Chris­tian Worch gegrün­dete Hau­fen gilt als Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­tion der ver­bo­te­nen Ka­me­rad­schaft „Na­tionaler Wi­der­stand Dort­mund“ (NWDO). Unter den ca. 100 Nazis sind auch einige alt­ge­diente Bre­mer zu sehen, wie z.B Mar­kus Pri­venau, Yvonne Maron und Mar­cel Wes­sel (siehe unten).

Christian Worch (Rot/Grau), daneben Markus Privenau (mit Sonnenbrille)

Chris­tian Worch (Rot/Grau), dane­ben Mar­kus Pri­venau (mit Son­nen­brille)

Siehe auch: 600 set­zen ein star­kes Zei­chen gegen Rechts Wei­ter­le­sen

Tag des deut­schen Poli­zei­staa­tes in Wolfs­burg

1. Juni 2013, Wolfs­burg. Einem Nazi­auf­marsch zum selbst erfun­de­nen „Tag der deut­schen Zukunft“ stel­len sich in Wolfs­burg 5000–6000 Men­schen ent­ge­gen, „dank“ eines mas­sivs­ten Poli­zei­auf­ge­bo­tes kann die­ser aber bis auf kleine Zwi­schen­fälle statt­fin­den. Unter den fast 500 Nazis befin­den sich auch mal wie­der einige aus der Bre­mer Region. Benen­nens­wert sind dabei Mar­kus Pri­venau, Michael Kur­zeja, Andreas Hack­mann, Nils Budig sowie Sven Wagen­feld und Ari­anne „Ari“ Mai­pas. Wei­ter­le­sen

End­stufe in Nien­ha­gen

Endstufe-Einladung25. Mai 2013, Nien­ha­gen. Die Bre­mer Nazi­band „End­stufe“ spielt in Nien­ha­gen (Sach­sen-Anhalt), wo sie bereits im Mai 2012 auf­trat. Außer ihnen sind dies­mal auch „Kom­mando Skin“ und „Abtrimo“ aus Deutsch­land, sowie Bands aus Finn­land, Bel­gien und den USA dabei. Von der Poli­zei abge­schirmt kön­nen ca. 1200 ange­reiste Nazis unge­stört allen Bands lau­schen.

Statt­fin­den tut das Kon­zert auf dem Gelände von Oli­ver Malina in Nien­ha­gen, der schon seit län­ge­rer Zeit grö­ßere Rechts­rock-Kon­zerte in Nord- und Ost­deutsch­land ver­an­stal­tet und in die­sem Bereich eine zen­trale Rolle spielt. Malina ist außer­dem der füh­rende Kopf von Honour & Pride, einer Nach­fol­ge­or­ga­ni­sa­tion von Blood & Honour Deutsch­land.

Siehe auch:
Brau­nes Musik-Event in Folge (Blick nach Rechts)
Peine: Kon­zerte mit „Blood & Honour“ in Nie­der­sach­sen? (Recher­che Nord, 2009)

Hen­rik O. in Karls­ruhe

Henrik Ostendorf

Hen­rik Osten­dorf

25. Mai 2013, Karls­ruhe. Ein gro­ßes anti­fa­schis­ti­sches Bünd­nis mit über 3000 Demonstrant_innen ver­hin­dert in Karls­ruhe eine „Natio­nale Groß­de­mons­tra­tion“, bei wel­cher der Bre­mer Nazi Hen­rik „Ossi“ Osten­dorf als Red­ner auf­tritt. Im Vor­feld wurde Osten­dorf von der Stadt als Co-Anmel­der des Auf­mar­sches abge­lehnt, das Ver­wal­tungs­ge­richt bestä­tigte diese Ent­schei­dung.

Der Auf­marsch wird von Anfang an durch Pro­teste und Blo­cka­den auf der Route beglei­tet. Die ca. 300 Nazis kön­nen des­halb nur not­ge­drun­gen eine kurze Kund­ge­bung am Haupt­bahn­hof durch­füh­ren. Auch diese wird aller­dings von Anti­fas laut­stark gestört.

Siehe auch: [KA] Mehr als 3.000 Men­schen blo­ckie­ren bun­des­wei­ten Nazi­auf­marsch

AfD jetzt auch in HB

12. Mai 2013, Bre­men. Die Par­tei „Alter­na­tive für Deutsch­land“ grün­det ihren Bre­mer Lan­des­ver­band. Die rund 25 anwe­sen­den stimm­be­rech­tig­ten Per­so­nen wäh­len Chris­tian Schä­fer (Innen­ar­chi­tekt) und Michael Schel­long (Künst­ler­agent) als ihre Lan­des­spre­cher.

Nazi­auf­marsch in Kirchw­eyhe II

11. Mai 2013, Kirchw­eyhe. Chris­tian Worch und „Die Rechte“-Umfeld mar­schie­ren zum zwei­ten Mal inner­halb weni­ger Wochen durch Kirchw­eyhe bei Bre­men. Mobi­li­siert wird dies­mal auch von der neu gegrün­de­ten Nazi-Brief­kas­ten­firma „Bür­ger­initia­tive gegen das poli­tisch kor­rekte Weg­schauen“, unter deren Dach sich einige ältere Nazi­ka­der zusam­men­ge­fun­den haben, die man teil­weise jah­re­lang nicht gese­hen hat. So betei­ligt sich z. B. der Bre­mer Michael Kur­zeja maß­geb­lich an der Orga­ni­sa­tion des Auf­mar­sches und regis­triert u.a. die Inter­net­do­main der oben genann­ten Grup­pie­rung. Auf einem ihrer Flug­blät­ter wird auch der Ver­de­ner NPD-Senior Rigolf Hen­nig als pres­se­recht­li­cher Ver­ant­wort­li­cher genannt. Wei­ter­le­sen

Bil­lig davon­ge­kom­men

6. Mai 2013, Bre­mer­ha­ven. Im Bre­mer­ha­ve­ner Amts­ge­richt wird das Ver­fah­ren gegen Jens Pühse, Horst Gör­mann und Mat­thias Faust wegen „Volks­ver­het­zung“ und „Jugend­ge­fähr­dung“ gegen jeweils 500 Euro Geld­buße auf Antrag der Ver­tei­di­gung der drei Nazis ein­ge­stellt.

Die drei NPD-Funk­tio­näre waren im Bür­ger­schafts­wahl­kampf 2011 ver­ant­wort­lich für das Nazi­pam­phlet „Leh­rer­schreck“. Die meis­ten Exem­plare wur­den damals schnell von der Poli­zei beschlag­nahmt. Das Ver­fah­ren bezog sich auch auf ein ras­sis­ti­sches Com­pu­ter­spiel, das eben­falls im Wahl­kampf 2011 online abruf­bar war.

Straf­mass bei NPD in Thü­rin­gen

4. Mai 2013, Lei­ne­felde. Die Bre­mer Rechts­rock­band Straf­mass spielt heute beim „Eichs­feld­tag“ der NPD im thü­rin­gi­schen Eichs­feld. Neben Straf­mass geben Words of Anger aus Ost­hol­stein und die Nazi­band Sleip­nir aus Nord­rhein-West­fa­len ihren rech­ten Mist zum Bes­ten. In letz­ter Zeit kommt es ver­mehrt zu Nazi­kon­zer­ten in die­ser Region. Hier wird ver­sucht über die Rechte Musik neue Kame­ra­den für die NPD-Ideo­lo­gie zu gewin­nen. So spre­chen auf der Bühne auch ver­schie­denste Red­ner aus dem rechts­ex­tre­men Umfeld. Wei­ter­le­sen