Kate­go­rie C, ne, H.E.R.M. in Helm­stedt

13. April 2013, Helm­stedt. In der Helm­sted­ter Kneipe „Check Inn“ fin­det ein Akus­tik-Abend mit „H.E.R.M.“, einem Neben­pro­jekt von Kate­go­rie C, statt. Ende letz­ten Jah­res gab es bei Kate­go­rie C einen per­so­nel­len Wech­sel, Rai­ner Fried­richs (Gitarre) und Magnus „Macke“ Ahl­grim (Schlag­zeug) ver­lie­ßen die Band. Neu dazu kamen: Mar­cel Acht­stät­ter (Gitarre), Flo­rian (Bass) und Julian Keil (Schlag­zeug). Alle drei kom­men aus dem Oden­wald und sind Grün­dungs­mit­glie­der (seit 2009) der Band „Haus­ver­bot“.

von links nach rechts: Stefan Behrens, Hannes Ostendorf, Marcel Achtstätter

von links nach rechts: Ste­fan Beh­rens, Han­nes Osten­dorf, Mar­cel Acht­stät­ter

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Frei.Wild-Konzert in Ost­fries­land

12. April 2013, Aurich. Obwohl bereits im Vor­feld von meh­re­ren Sei­ten ver­sucht wurde, die Auricher Stadt­ver­wal­tung über die Rechts­of­fen­heit von Frei.Wild zu infor­mie­ren, sieht diese als Eigen­tü­me­rin der Spar­kas­sen-Arena, in der das Kon­zert statt­fin­den soll, keine Not­wen­dig­keit etwas zu unter­neh­men. Ver­an­stal­tet wird das Kon­zert von der Marema GbR, die die Halle dau­er­haft von der Stadt­ver­wal­tung gemie­tet hat und hier regel­mä­ßig grö­ßere Ver­an­stal­tun­gen durch­führt.

Frei.Wild war in letz­ter Zeit in die Schlag­zei­len gera­ten, weil die Band in ihren Tex­ten klas­si­sche Rechts­rockthe­men auf­greift und für den Main­stream popu­lär macht. Sän­ger Phil­lip Bur­ger ver­suchte bereits mit sei­ner Rechts­rock-Band „Kai­ser­jä­ger“ sein Süd­ti­ro­ler Gejam­mer in der Nazi-Szene zu ver­brei­ten. Nach­dem 2001 die ita­lie­ni­schen „Veneto Fronte Skin­heads“ ein Kon­zert von Kai­ser­jä­ger über­fal­len und ihnen ein „Auf­tritts­ver­bot“ erteilt hat­ten, löste sich die Band auf und machte kurze Zeit spä­ter unter dem Namen Frei.Wild wei­ter.

In der ost­frie­si­schen Klein­stadt hatte sich bereits im Vor­feld ein brei­tes Akti­ons- und Infor­ma­ti­ons­bünd­nis gegrün­det mit dem Ziel, das Kon­zert nicht statt­fin­den zu las­sen. Schluss­end­lich gibt es eine anti­fa­schis­ti­sche Demo mit etwa 400 Men­schen, in deren Ver­lauf fünf Per­so­nen wegen angeb­li­cher „Ver­mum­mung“ in Gewahr­sam genom­men wer­den.

Siehe auch:
Kein Frei.Wild in Aurich !

Nazi­auf­marsch in Kirchw­eyhe I

23. März 2013, Kirchw­eyhe. Vor dem Hin­ter­grund der Vor­fälle in Kirchw­eyhe ver­sucht sich Nazi­ka­der Chris­tian Worch mit­samt sei­ner neuen Par­tei „Die Rechte“ mit einem Auf­marsch zum Thema zu pro­fi­lie­ren. 110 Nazis mar­schie­ren dabei rela­tiv unge­stört durch die nie­der­säch­si­sche Klein­stadt. Neben Worch tre­ten Die­ter Rief­ling (Hil­des­heim) und Ursula Haver­beck (Vlo­tho) als Red­ne­rIn­nen auf. Wei­ter­le­sen

Ras­sis­ti­sche Hetze nach Todes­fall in Weyhe

März 2013, Kirchw­eyhe. Am 10. März wird ein jun­ger Mann aus Weyhe nach einem Streit mit ande­ren Jugend­li­chen auf dem Bahn­hofs­vor­platz Kirchw­eyhe so schwer ver­letzt, dass er spä­ter im Kran­ken­haus stirbt. Die bru­tale Tat schlägt nicht nur in der Gemeinde hohe Wel­len, son­dern auch in ver­schie­de­nen sozia­len Netz­wer­ken. Hier neh­men vor allem Nazis und rechte Grup­pie­run­gen die „nicht-deut­sche“ Her­kunft des Haupt-Tat­ver­däch­ti­gen als Anlass für ras­sis­ti­sche Hetze. Wei­ter­le­sen

Drei Jahre

4. März 2013, Bre­men. Rene Wil­l­a­mow­ski muss für drei Jahre in den Bau. Die­ses Urteil ergeht gegen den Oster­holz-Schar­m­be­cker wegen ver­such­ten Tot­schlags und gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung. Im Mai 2012 hatte er gemein­sam mit einer Gruppe, dar­un­ter einige Nazi­hoo­li­gans, nach dem Fuß­ball­spiel Wer­der gegen den FC Schalke in der Nähe des Bre­mer Bahn­hofs meh­re­ren Schal­kern auf­ge­lau­ert und diese ange­grif­fen. Wil­l­a­mow­ski trat dabei mehr­mals gegen den Kopf eines bereits am Boden Lie­gen­den.

v.l.n.r.: Henrik Ostendorf, Rene Willamowski, Andre Sagemann

v.l.n.r.: Hen­rik Osten­dorf, Rene Wil­l­a­mow­ski, Andre Sage­mann

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Mario Mül­ler ver­ur­teilt

28. Februar 2013, Del­men­horst. Der mitt­ler­weile von Del­men­horst nach Mag­de­burg ver­zo­gene Mario Mül­ler, sei­nes Zei­chens Mit­be­grün­der der „Akti­ons­gruppe Del­men­horst“, wird zu einer Frei­heits­strafe von sie­ben­ein­halb Mona­ten ver­ur­teilt, die jedoch zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wird. Mül­ler hatte im Februar 2012 einen Lin­ken auf dem Del­men­hors­ter Rat­haus­platz schwer ver­letzt. Als Waffe diente ihm damals eine in eine Socke gewi­ckelte Han­tel­mut­ter. Zusätz­lich zur Bewäh­rungs­strafe wegen schwe­rer Kör­per­ver­let­zung muss Mül­ler 1250 Euro Schmer­zens­geld zah­len. Er kommt damit trotz wie­der­hol­ter Über­griffe glimpf­lich davon, zumin­dest juris­tisch gese­hen. Wei­ter­le­sen

Bre­mer Ham­mer­s­kins orga­ni­sie­ren bun­des­wei­tes Nazi­tref­fen

23. Februar 2013, Wer­la­burg­dorf. Am Vor­mit­tag des 23. Februar 2013 fin­det im Dorf­ge­mein­schaft­haus von Wer­la­burg­dorf bei Wol­fen­büt­tel ein soge­nann­tes „Natio­nal Offi­cers Mee­ting“ (NOM) statt, ein bun­des­wei­tes Tref­fen der deut­schen Ham­mer­s­kins. Zu die­sem Tref­fen erschei­nen ca. 40 Ham­mer­s­kins der deut­schen Divi­sion, die ins­ge­samt 100–150 Voll­mit­glie­der umfasst, durch ihr Umfeld aber natür­lich zah­len­mä­ßig noch etwas grö­ßer ist. Anmie­ter der als Fami­li­en­feier getarn­ten Zusam­men­kunft ist der in Wer­la­burg­dorf (Land­kreis Wol­fen­büt­tel) lebende Den­nis Kie­bitz. Der im Ort als Nazi bekannte Kie­bitz prahlt damit, das Gebäude betreits zum vier­ten Mal ange­mie­tet zu haben. Nach­dem am Nach­mit­tag Jour­na­lis­ten und Poli­zei vor Ort erschei­nen, wird der Miet­ver­trag durch die Gemeinde auf­ge­ho­ben. Zwei Stun­den danach ver­las­sen die Ham­mer­s­kins dann das Gelände. Wei­ter­le­sen

Die Iden­ti­tä­ren lie­gen in der Luft

Februar 2013, Bre­men. Mitte Februar sen­det Radio Bre­men einen Bei­trag über den Bre­mer Able­ger der sog. „Iden­ti­tä­ren Bewe­gung“. Diese tref­fen sich seit eini­ger Zeit in der Kneipe „Neckar­quelle“, anwe­send sind dabei jeweils um die 10 „Iden­ti­täre“, als Wort­füh­rer prä­sen­tiert sich der Wey­her Chris­tian Wag­ner. Er erblö­det sich im TV-Bei­trag zu behaup­ten, gegen Nazis zu sein, wäh­rend sich zeit­gleich im Hin­ter­grund des Inter­views „zufäl­li­ger­weise“ Andreas Hack­mann und Gerold Schib­block einen abgrin­sen. Außer die­sen bei­den nah­men auch schon andere regio­nal bekannte Nazis an den Tref­fen teil, wie z. B. Mar­cel Hesse und Daniel Schön­wäl­der aus Del­men­horst (beide Umfeld der „Akti­ons­gruppe Del­men­horst“ und NPD Del­men­horst). Wei­ter­le­sen

Null­kom­ma­nichts in Nie­der­sach­sen

20. Januar 2013, Nie­der­sa­chen. In Nie­der­sach­sen wird ein neuer Land­tag gewählt. Am rech­ten Rand trat neben der NPD auch die rechts­po­pu­lis­ti­sche Par­tei „Die Frei­heit Nie­der­sach­sen“ an, die es auf 0,3 Pro­zent, also ca. 11.000 Stim­men bringt. Die NPD kommt lan­des­weit nur auf 0,8 Pro­zent, knapp 29.000 Stim­men. Damit erreicht sie nur ca. die Hälfte von 2008 und bekommt somit auch keine Erstat­tung von Wahl­kampf­kos­ten oder sons­tige Ali­mente. Ihr bes­tes Ergeb­nis ist der Wahl­kreis Helm­stedt mit 1,7 Pro­zent. Wei­ter­le­sen

NPD-City­hop­ping

15. Januar 2013, Ver­den. Die NPD macht Halt in der Kreis­stadt Ver­den, es ist eine Zwi­schen­sta­tion ihrer „Nie­der­sachsen­tour“ für die dor­tige Land­tags­wahl am 20. Januar. Gut 15 Nazis ste­hen sich um den LKW der Bun­des­par­tei die Beine in den Bauch und lau­schen gespannt, wie Hol­ger Apfel und Adolf Damann Atem­übun­gen über das Mikro­fon kund­tun. Wei­ter­le­sen

Das Bre­mer-Land von Rechts bis Rechts­ex­trem

Obwohl die Anzahl regio­nal akti­ver Nazis in den letz­ten Jah­ren eher sta­gnierte oder sogar zurück­ging, muss fest­ge­stellt wer­den, dass sich ihre Struk­tu­ren im klei­nen oft­mals ver­fes­tigt haben. Die ver­schie­de­nen Akti­ons­fel­der der unter­schied­li­chen „Sze­nen“ im Nazi-Spek­trum sind dabei weit­ge­hend auf­ge­teilt. Trotz eini­ger Dif­fe­ren­zen zwi­schen vie­len die­ser Grup­pen und Grüpp­chen gibt es häu­fig Unter­stüt­zung und Zusam­men­ar­beit unter­ein­an­der. Im gro­ßen und gan­zen kann aber fest­ge­stellt wer­den, dass eine poli­ti­sche Außen­wir­kung und „Signal­ge­bung“ der regio­na­len Nazi­szene zur Zeit nicht gege­ben ist. Im fol­gen­den Text wer­den Struk­tu­ren, Ent­wick­lun­gen und Per­so­nen die­ser Kreise genauer beleuch­tet. Wei­ter­le­sen

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KC-Web­seite gehackt

26. Dezem­ber 2012, WWW. Für eine schöne Besche­rung an den Weih­nachts­ta­gen sorgt die anonyme Com­pu­ter­gruppe „OpBlitz­krieg“. Sie ver­än­dert die Web­seite der Bre­mer Nazi­hool-Band Kate­go­rie C — Hung­rige Wölfe und sorgt dafür, dass auf der Start­seite ein Bild­chen zu sehen ist und ein paar Dinge geschicht­lich rich­tig­ge­stellt wer­den.

KC gehackt

Pühse ärgert sich braun bunt

20. Dezem­ber 2012, Bre­men. Die Kün­di­gung der Mit­glied­schaft bei Wer­der Bre­men von Jens Pühse im Juni 2011 ist for­mal rech­tens gewe­sen lau­tet die Fest­stel­lung des Bre­mer Land­ge­richts am heu­ti­gen Tag. Pühse wurde vom Ver­ein Wer­der Bre­men aus­ge­schlos­sen, da sich seine poli­ti­sche Gesin­nung nicht mit der Ver­eins­sat­zung ver­ein­ba­ren lasse. Dies wollte er nicht auf sich sit­zen las­sen und klagte erneut — ohne Erfolg. Dabei ging es ihm natür­lich mal wie­der darum, sei­nen Namen und die NPD in die Öffent­lich­keit zu brin­gen, Ergeb­nis wie meist: pein­lich! Wei­ter­le­sen