Bre­mer Nazi-Hoo­li­gans in Mag­de­burg

15. Januar 2005, Mag­de­burg. Etwa 700 Nazis, haupt­säch­lich aus dem Spek­trum der Freien Kame­rad­schaf­ten, frie­ren sich meh­rere Stun­den durch Mad­ge­burg. Ihre geplante Route wird auf­grund anti­fa­schis­ti­scher Pro­teste mas­siv ver­kürzt. Schließ­lich ste­hen sich die Kame­rad­ten über 2 Stun­den die Beine in die brau­nen Ärsche, da die Poli­zei die Stre­cke nicht frei­ge­ben will. Bei einem Durch­bruch­ver­such der Nazis gibt’s dann auch noch Haue von der Poli­zei. Ein­zige Ver­tre­ter aus dem Bre­mer Raum sind eine Gruppe von Nazi-Hoo­li­gans um Andre Sage­mann und Hen­rik „Ossi“ Osten­dorf. Wei­ter­le­sen

Das war Mord, Herr Röwe­kamp!

15. Januar 2005, Bre­men. Nach klei­ne­ren Aktio­nen in den ver­gan­ge­nen Tagen fin­det am Sams­tag unter dem Motto „Das war Mord, Herr Röwe­kamp!“ eine Demons­tra­tion statt. Über 1000 Men­schen zie­hen laut­stark vom Bahn­hof durch die Inenn­stadt, unter ande­rem am Haus von Bür­ger­meis­ter und Jus­tiz­se­na­tor Hen­ning Scherf vor­bei.

Siehe auch:
Demo gegen Brech­mit­tel­ein­sätze in Bre­men (indy­me­dia)Impres­sio­nen von der Anti-Brech­mit­tel­demo in HB (indy­me­dia)

Spon­tan­demo wegen töd­li­chem Brech­mit­tel­ein­satz

8. Januar 2005, Bre­men. Einen Tage nach dem Tod von Laye-Alama Conde ver­sam­meln sich knapp 150 Men­schen zu einer Spon­tan­de­mons­tra­tion. Aus­ge­hend vom Zie­gen­markt im „Vier­tel“ zieht die Demo zum Goe­the-Thea­ter und zurück. Unter­wegs flie­gen ver­ein­zelt Böl­ler, Steine und Fla­schen auf eskor­tie­rende Poli­zei­wa­gen.
Kurz nach­dem die Demo wie­der am Zie­gen­markt ankommt, wird eine Zivi­karre des Bre­mer SEKs (besetzt mit zwei zivi­len Bul­len, die aus dem Wagen her­aus die Demo beob­ach­ten) von Ver­mumm­ten ange­grif­fen und tie­fer­ge­legt. Der blaue Nis­san Maxima HB-KL 251 fährt dar­auf­hin auf 3 Rädern zu den uni­for­mier­ten Kol­le­gen auf der ande­ren Stra­ßen­seite.

Brech­mit­tel­ver­gabe for­dert Men­schen­le­ben

7. Januar 2005, Bre­men. Abends um ca. 19 Uhr ver­stirbt Laye-Alama Conde aus Sierra Leone nach tage­lan­gem Koma im Bre­mer Kran­ken­haus St.-Joseph-Stift an den Fol­gen eines Brech­mit­tel­ein­sat­zes. Poli­zei­be­amte hat­ten ihn am 27. Dezem­ber 2004 in der Nähe der Siel­wall­kreu­zung auf­ge­grif­fen, da er mit Dro­gen gedealt haben soll. Auf der Poli­zei­wa­che wird ihm dann an Armen und Bei­nen gefes­selt unter Zwang Brech­mit­tel ver­ab­reicht. Der zustän­dige „Arzt“ des Beweis­si­che­rungs­diens­tes der Poli­zei flößt ihm über eine Nasen­sonde meh­rere Liter Was­ser in den Magen ein, bis schließ­lich Was­ser in die Lunge läuft und Conde infolge Sauer­stoff­man­gels zunächst ins Koma fällt.

Innen­se­na­tor Röwe­kamp hatte noch wenige Tage vor sei­nem Tod den Ein­satz als „ver­hält­nis­mä­ßig“ bezeich­net und behaup­tet, Laye-Alama Conde hätte sich sei­nen Zustand durch das Zer­bei­ßen eines „Dro­gen­pa­ke­tes“ selbst zuzu­schrei­ben und befände sich außer Lebens­ge­fahr. Beide Behaup­tun­gen stel­len sich im Nach­hin­ein als Lügen her­aus: Nach dem Tod des Ver­däch­ti­gen fin­den sich in sei­nem Blut kei­ner­lei Spu­ren von Heroin oder Kokain.

Anti­ras­sis­ti­sche Initia­ti­ven wie das  Anti­ras­sis­mus­büro Bre­men enga­gie­ren sich seit Jah­ren gegen Brech­mit­tel­ein­sätze, Laye-Alama Conde ist nicht das erste Opfer die­ser poli­zei­li­chen Fol­ter­pra­xis.

Nazi fährt Jour­na­lis­ten an

22. Dezem­ber 2004, Ver­den. Bei einer erneu­ten Flug­blatt-Ver­teil-Aktion vor einer Schule in Ver­den ver­su­chen Nazis wie­der ein­mal recht erfolg­los, ihr Bil­lig-Heft­chen „Der Rebell“ zu ver­tei­len. Schü­ler- und Leh­re­rIn­nen hal­ten von dem Scheiß herz­lich wenig, so dass das Mate­rial sofort danach zer­ris­sen im Müll­ei­mer lan­det.

Bei der Abfahrt der Nazis fährt Sascha Schü­ler mit sei­nem blauen Polo TF-NI 36 einen anwe­sen­den Jour­na­lis­ten an, ver­letzt ihn dabei und flüch­tet anschlie­ßend auf den Heisen­hof. Dort beschlag­nahmt die Poli­zei dann den Wagen und Schü­lers Füh­rer­schein.

Schwarz-braun ist die Hasel­nuss

25. Novem­ber 2004, Ver­den. Über 100 Rechts­kon­ser­va­tive und Nazis besu­chen einen Vor­trag des Ex-KSK-Gene­rals Gün­zel, orga­ni­siert von der „Unab­hän­gi­gen Bür­ger­ge­mein­schaft Achim-Ver­den“. Gün­zel war vor län­ge­rer Zeit aus sei­nem Amt ent­las­sen wor­den, weil er dem CDU­ler Mar­tin Hoh­mann zu sei­nen anti­se­mi­ti­schen Äuße­run­gen schrift­lich gra­tu­liert hatte. So han­delte sein Vor­trag dann auch von der „Ehre des Deut­schen Sol­da­ten“.

Vor dem Hotel „Nie­der­sach­sen­hof“ sorgt eine Hun­dert­schaft der Han­no­ve­ra­ner BePo für einen rei­bungs­lo­sen Ablauf, innen spie­len bekannte Neo­na­zis Secu­rity, dar­un­ter die Bre­mer um Andreas Hack­mann und Hen­rik Osten­dorf und die Ver­de­ner JN-Blase um Sascha Schü­ler und Daniel Fürs­ten­berg.

Nau­mann auf dem Heisen­hof

20. Novem­ber 2004, Dör­ver­den. Am Sams­tag spricht der bekannte Bom­ben­bast­ler und Dau­er­red­ner  Peter Nau­mann auf dem Heisen­hof. Son­der­lich inter­es­sant kann sein Vor­trag nicht gewe­sen sein, denn es fin­den sich nur sehr wenige Zuhö­rer ein.

Der Besuch fin­det auf Ein­la­dung von Flo­rian Cor­des statt, neu­er­dings auch stell­ver­tren­der Bun­des­vor­sit­zen­der der JN. Adolf Dam­mann, Lan­des­funk­tio­när der nie­der­säch­si­schen NPD aus Bux­te­hude, „begeis­terte“ mal wie­der seine junge Zuhö­rer­schaft mit hei­ßen Rhyth­men auf der Wan­der­gi­tarre, so dass es selbst Andreas Hack­mann vor­zog, an der Straße mit der Presse zu plau­schen.

Nazi-Anschlag auf DGB-Haus

18. Novem­ber 2004, Bre­men. Wäh­rend einer Ver­an­stal­tung im DGB-Haus zum Thema „Neo­fa­schis­ti­sche Akti­vi­tä­ten im Land­kreis Ver­den“ zer­ste­chen Nazis die Rei­fen eines Autos. Nach der Ver­an­stalt­umg wird die Rück­seite des Gebäu­des mit Farb­ku­geln und einer Zwille beschos­sen, dabei geht eine Scheibe kaputt. Im Umfeld des Ver­an­stal­tungs­or­tes treibt sich zufäl­li­ger­weise mal wie­der der Anti-Antifa Andreas Hack­mann mit eini­gen sei­ner Kame­ra­den herum.

Demo gegen Rechts in Nien­burg

16. Novem­ber 2004, Nien­burg. Über 350 Men­schen demons­trie­ren gegen die zuneh­men­den Nazi-Akti­vi­tä­ten in Nien­burg und Umge­bung. Neben aus­län­der­feind­li­chen Sprü­he­reien und dem Ver­kle­ben von Nazi-Auf­kle­bern wurde beim Büro des Nien­bur­ger Anti­ras­sis­mus-Netz­werk „Flora“ in der Nacht auf den 16. Okto­ber eine Fens­ter­scheibe ein­ge­wor­fen und NPD-Auf­kle­ber in Form eines Haken­kreu­zes geklebt. Schein­bar moti­vie­ren die häu­fi­gen Besu­che auf dem Heisen­hof die Nien­bur­ger Nazis zu gestei­ger­ten Akti­vi­tä­ten.

Sonn­tags­spa­zier­gang in Dör­ver­den

14. Novem­ber 2004, Dör­ver­den. Etwa 1000 Men­schen ver­sam­meln sich am Sonn­tag bei der Kir­che in Barme zum 1. Sonn­tags­spa­zier­gang zum Heisen­hof. Auf­ge­ru­fen haben vor allem bür­ger­li­che und lokale Grup­pen und Ver­eine — bis hin zur CDU! Diese hatte auch gleich mas­sen­haft ihre Kol­le­gen von der Poli­zei mit­ge­bracht. Ins­ge­samt eine runde Sache, auch wenn sich in den inhalt­li­chen Aus­sa­gen teil­weise eine erheb­li­che Gar­ten­zwerg­men­ta­li­tät wider­spie­gelt. Auf dem Heisen­hof befin­det sich die ört­li­che NPD/JN-Gruppe mit Unter­stüt­zung von Außer­halb. Mat­thias Schultz ver­lässt das Gelände zum Foto­gra­fie­ren und wird dar­auf­hin in Gewahr­sam genom­men. Wei­ter­le­sen

Kund­ge­bung der Repu­bli­ka­ner in Olden­burg

6. Novem­ber 2004, Olden­burg. Am Sams­tag ver­su­chen rund 30 Repu­bli­ka­ner, z.T. ange­reist aus Köthen (Sach­sen-Anhalt), eine Kund­ge­bung auf dem Schloß­platz durch­zu­füh­ren. Der Platz ist schon bevor die REPs ein­tref­fen von mehe­re­ren hun­dert Anti­fa­schis­ten besetzt. Umzin­gelt von Bul­len­wa­gen in einer abge­le­ge­nen Ecke geht die Kund­ge­bung in lau­tem Pro­test unter.

Siehe auch: REP’s in OL keine Chance (indy­me­dia)

Nazi­hools bei Mon­tags­demo

23. Okto­ber 2004, Bre­men. Erneut fin­det auf dem Bre­mer Markt­platz eine Kund­ge­bung gegen Hartz IV statt.
Nach­dem die Demo abge­zo­gen ist, beginnt  mal wie­der eine Kund­ge­bung der „Bür­ger­be­we­gung Auf­rech­ter Gang“ mit 10 Anhän­gern. Wäh­rend der Demo und bei der Abschluss­kun­ge­bung pro­vo­zie­ren am Rande um die 10 Nazis. Unter Ihnen Andre Sage­mann, Den­nis „Dolly“ Dollberg, Andreas Hack­mann und andere Nazi-Hools. Wei­ter­le­sen

Nazis auf Black­me­tal­kon­zert

23. Okto­ber 2004, Bre­men. Im Bre­mer Tivoli fin­det das „Under­ground Nation Fes­ti­val“ mit fünf Death-/ Black­me­tal Bands statt. Im Publi­kum befin­den sich nicht wenige Freunde des NS-Black­me­tal, unter ande­rem Mit­glie­der der NS-Black­me­tal Band „Absurd“. Außer­dem treibt sich ein gan­zer Hau­fen „klas­si­scher“ Naziglat­zen herum, unter ande­rem der Bre­mer Neo­nazi Andreas Hack­mann.