Nazi­hools bei Mon­tags­demo

23. Okto­ber 2004, Bre­men. Erneut fin­det auf dem Bre­mer Markt­platz eine Kund­ge­bung gegen Hartz IV statt.
Nach­dem die Demo abge­zo­gen ist, beginnt  mal wie­der eine Kund­ge­bung der „Bür­ger­be­we­gung Auf­rech­ter Gang“ mit 10 Anhän­gern. Wäh­rend der Demo und bei der Abschluss­kun­ge­bung pro­vo­zie­ren am Rande um die 10 Nazis. Unter Ihnen Andre Sage­mann, Den­nis „Dolly“ Dol­lberg, Andreas Hack­mann und andere Nazi-Hools. Wei­ter­le­sen

Nazis auf Black­me­tal­kon­zert

23. Okto­ber 2004, Bre­men. Im Bre­mer Tivoli fin­det das „Under­ground Nation Fes­ti­val“ mit fünf Death-/ Black­me­tal Bands statt. Im Publi­kum befin­den sich nicht wenige Freunde des NS-Black­me­tal, unter ande­rem Mit­glie­der der NS-Black­me­tal Band „Absurd“. Außer­dem treibt sich ein gan­zer Hau­fen „klas­si­scher“ Naziglat­zen herum, unter ande­rem der Bre­mer Neo­nazi Andreas Hack­mann.

Nazi­zen­tren dicht­ma­chen!

23. Okto­ber 2004, Ver­den. In Ver­den fin­det im Rah­men eines zwei­tä­gi­gen Punk-Fes­ti­vals eine Demo gegen das dro­hende Nazi­zen­trum in Dör­ver­den statt. Zwi­schen 250 und 300 Leute tun, beglei­tet von noch mehr Poli­zei, ihren Unmut über die Ent­wick­lun­gen im Nach­bar­dorf kund.

Die Demo zieht auch bei der zen­tra­len Figur der Ver­de­ner Alt­nazi-Szene, Rigolf Hen­nig, vor­bei. Die Nazis der loka­len JN wer­den bei dem Ver­such, die Demo zu foto­gra­fie­ren lei­der nur von den Ord­nungs­hü­tern erwischt, die ihre Filme beschlag­nah­men.

Hen­nig ver­knackt

21. Okto­ber 2004, Ver­den. Am 21. fin­det ein Pro­zess gegen den Ver­de­ner Arzt und Neo­nazi Rigolf Hen­nig statt. Er wird wegen „Volks­ver­het­zung“ zu 90 Tages­sät­zen a 40 Euro ver­knackt. Im Publi­kum befin­den sich zirka 40 alte und junge über­re­gio­nal ange­reiste Nazis, unter ihnen Horst Mah­ler und Nazis aus dem Ham­bur­ger Raum. Zum „Aus­flugs­pro­gramm“ gehört neben dem Pro­zess­be­such auch eine Besich­ti­gung des von Rie­ger gekauf­ten, soge­nann­ten Heisen­ho­fes in Dör­ver­den.

NPD-Info­stände in Ver­den

19. und 20. Okto­ber, Ver­den. In der Ver­de­ner Fuß­gän­ger­zone fin­den Info­stände der JN/NPD statt. Dabei tre­ten die übli­chen Ver­däch­ti­gen der Ver­de­ner Kreis­gruppe auf. In Anbe­tracht der Tat­sa­che, dass sich kein ein­zi­ger Bür­ger für den Schund inter­es­siert, stellt sich die Frage: „was soll das?“ Wei­ter­le­sen

Antifa-Demo in Achim

2. Okto­ber 2004, Achim. Etwa 700 Anti­fa­schis­tIn­nen demons­trie­ren in Achim unter dem Motto „Weg­gu­cken hilft nicht gegen Nazis“ gegen die zuneh­men­den Nazi­ak­ti­vi­tä­ten in der Region. Die laut­starke Demons­tra­tion zieht mit hoher regio­na­ler Betei­li­gung, aber auch vie­len über­re­gio­na­len Unter­stüt­ze­rIn­nen, durch die Achi­mer Innen­stadt, vor­bei am Haus des Naz­i­ka­ders Flo­rian Cor­des. Dort hän­gen meh­rere bekannte Nazis aus der Region am Fens­ter und foto­gra­fie­ren die Demons­tra­tion. Auf­grund einer aus­rei­chen­den Poli­zei­prä­senz kann dies nicht ver­hin­dert wer­den. Aber, so die Antifa: „Heute ist nicht alle Tage, wir kom­men wie­der, keine Frage!“ Wei­ter­le­sen

Auf­mu­cken gegen Rechts

25. Sep­tem­ber 2004, Ver­den. Ein vol­ler Erfolg ist das Fes­ti­val „Auf­mu­cken gegen Rechts“ in der Ver­de­ner Stadt­halle. Über 100 Zuhö­re­rIn­nen lau­schen einem Vor­trag über die rech­ten Akti­vi­tä­ten im Raum Ver­den. Zum nach­fol­gen­den Kon­zert kom­men weit über 500 Per­so­nen und amü­sie­ren sich präch­tig bei den Bands.

Neues vom Heisen­hof

Sep­tem­ber 2004, Dör­ver­den. Auf dem von Nazi-Anwalt Jür­gen Rie­ger gekauf­ten „Gut Heisen­hof“ in Dör­ver­den gibt es seit zirka Anfang Sep­tem­ber rege Akti­vi­tä­ten. Dort wohn(t)en min­des­tens zwei Nazis, unter ande­rem Malte Bor­mann und Jan Hus, der eine Haus­meis­ter­funk­tion über­neh­men soll(te). Es wird mit Reno­vie­rungs- und Bau­ar­bei­ten begon­nen. Zudem trei­ben sich stän­dig meh­rere Nazis, meist aus der Ver­de­ner Szene, auf dem Gelände herum, die dort mit Funk­ge­rä­ten und Hun­den patrouil­lie­ren. Wei­ter­le­sen

Hun­derte gegen Hartz IV

16. Okto­ber 2004, Bre­men. Die neu gegrün­dete Bür­ger­be­we­gung „Auf­rech­ter Gang“, die sich sel­ber als Speer­spitze der Pro­teste gegen Hartz IV begreift, mel­det eine „Mon­tags­kund­ge­bung“ auf dem Bre­mer Mark­platz an. Orga­ni­sa­tor Mathias Hen­kel (ex-Schill-Par­tei) ver­sucht vor etwa 10 Anhän­gern einen Rede­bei­trag zu hal­ten, die­ser geht im Gepfeife der rest­li­chen Leute unter. Als die linke Demo mit etwa 400 Teil­neh­me­rIn­nen um ca. 18.00 Uhr los geht, kann Hen­kel doch noch zu sei­nen 10 Anhän­gern spre­chen. Am Rande der Kund­ge­bung lun­gern Andreas Hack­mann und 3 andere Nazis rum. Als sie mer­ken dass sie erkannt wer­den haut Hack­mann flugs ab und lässt seine 3 Azu­bis alleine mit eini­gen Demo­teil­neh­mern „dis­ku­tie­ren“.

K.C.A.D.

August 2004, Bre­men. Die Bre­mer Nazi­hool-Band „Kate­go­rie C“ hat sich end­gül­tig auf­ge­löst. Das wurde auch mal Zeit...

Mal wie­der Heß

Heß-Zettel24. Juli 2004, Bre­men. Wie fast jedes Jahr tau­chen in eini­gen Stadt­tei­len Bre­mens kleine Zet­tel zum Todes­tag des Hit­ler-Stell­ver­tre­ters und Nazi­ver­bre­chers Rudolf Heß auf. Die Abbil­dung zeigt einen in der Innen­stadt gefun­de­nen Zet­tel, wer die Ver­tei­ler sieht oder gese­hen hat möge bitte Zivil­cou­rage zei­gen und uns dar­über infor­mie­ren. Danke.

Junge Junge – ist der hohl!

16. Juli 2004, Roten­burg. In Roten­burg machte Anfang Juli eine neue Nazi-Woh­nung kurz von sich reden: Mal ver­kleb­ten die Bewoh­ner und ihre „Kame­ra­den“ diverse Nazi-Auf­kle­ber, mal lie­fen sie mit Hit­ler- oder „Küh­nen-Gruß“ durch die Innen­stadt, mal war aus der Woh­nung her­aus laute Musik von Nazi­bands zu hören, mal wur­den sie beim Haken­kreuze-Schmie­ren gese­hen.

Ansgar Junge

Ans­gar Junge

Aus­gangs­punkt war dabei immer die Woh­nung um den Haupt­tä­ter des gan­zen Hau­fens, den Jungnazi Ans­gar Junge. Die­ser schlug auch einen tür­ki­schen Jun­gen in der Innen­stadt zusam­men, was ihm als Ant­wort unter ande­rem die auf dem Foto deut­lich zu erken­nende Natur­son­nen­brille ein­brachte.

Fünf Tage nach sei­nem 20. Geburts­tag eska­liert die Situa­tion am 16.07. dann end­gül­tig, als die Nazis einen Lin­ken vor Ans­gars Haus­tür mit Waf­fen und einem Hund angrei­fen und ver­let­zen. Dar­auf­hin zer­leg­ten Unbe­kannte noch am glei­chen Tag seine Woh­nung, und zwar rest­los. Zu guter Letzt greift Ans­gar Junge dann noch einen Beam­ten des Roten­bur­ger Staats­schut­zes tät­lich an.

Kurz nach der Aus­ein­an­der­set­zung mit Anti­fas zieht Junge es dann schlau­er­weise (end­lich mal!) vor, Roten­burg schleu­nigst zu ver­las­sen und ward seit­dem nicht mehr gese­hen. Sehen las­sen kann sich aber die Latte von Straf­an­zei­gen, die sich der bereits ein­schlä­gig Vor­be­strafte in kürz­tes­ter Zeit ein­ge­han­delt hat. Gute Reise, Ans­gar, und pass auf dich auf!

Nazis kau­fen ehem. Kaser­nen­ge­lände

Juli 2004, Dör­ver­den. Der Neo­nazi-Anwalt Jür­gen Rie­ger kauft über die „Wil­helm Tiet­jen Stif­tung für Fer­ti­li­sa­tion“ ein ehe­ma­li­ges Kaser­nen­ge­lände mit meh­re­ren Gebäu­den in Dör­ver­den, den sog. „Heisen­hof“. Die nach einem ver­stor­be­nen Bre­mer Alt­nazi (der Rie­ger meh­rere Mil­lio­nen ver­erbte) benannte Stif­tung diente als Brief­kas­ten­firma beim Kauf des Gelän­des. Von rech­ter Seite wird behaup­tet, dass dort ein Zen­trum für Frucht­bar­keits­for­schung auf­ge­baut wer­den soll, es ist aber zu befürch­ten dass dort ein rechts­ex­tre­mes Schu­lungs- und Ver­an­stal­tungs­zen­trum ent­steht.

Bei indy­m­e­dia fin­det sich ein Arti­kel mit vie­len Infor­ma­tio­nen über Rie­ger.

Und Tschüss!

26. Juni 2004, Oster­holz-Schar­m­beck. Ein Hau­fen Nazis pöbelt Nachts im Oster­holz-Schar­m­be­cker Stadt­park Jugend­li­che an. Kurze Zeit spä­ter wer­den sie von eini­gen Anti­fas ver­jagt.

Son­der­müll

Juni 2004, Über­all und Nir­gendwo. Ver­schie­dene Fern­seh­sen­der berich­ten über die geplante Ver­tei­lung von rech­ten CDs vor Schu­len.