Nazis kau­fen ehem. Kaser­nen­ge­lände

Juli 2004, Dör­ver­den. Der Neo­nazi-Anwalt Jür­gen Rie­ger kauft über die „Wil­helm Tiet­jen Stif­tung für Fer­ti­li­sa­tion“ ein ehe­ma­li­ges Kaser­nen­ge­lände mit meh­re­ren Gebäu­den in Dör­ver­den, den sog. „Hei­sen­hof“. Die nach einem ver­stor­be­nen Bre­mer Alt­nazi (der Rie­ger meh­rere Mil­lio­nen ver­erbte) benannte Stif­tung diente als Brief­kas­ten­firma beim Kauf des Gelän­des. Von rech­ter Seite wird behaup­tet, dass dort ein Zen­trum für Frucht­bar­keits­for­schung auf­ge­baut wer­den soll, es ist aber zu befürch­ten dass dort ein rechts­ex­tre­mes Schu­lungs- und Ver­an­stal­tungs­zen­trum ent­steht.

Bei indy­me­dia fin­det sich ein Arti­kel mit vie­len Infor­ma­tio­nen über Rie­ger.

Und Tschüss!

26. Juni 2004, Oster­holz-Schar­m­beck. Ein Hau­fen Nazis pöbelt Nachts im Oster­holz-Schar­m­be­cker Stadt­park Jugend­li­che an. Kurze Zeit spä­ter wer­den sie von eini­gen Anti­fas ver­jagt.

Son­der­müll

Juni 2004, Über­all und Nir­gendwo. Ver­schie­dene Fern­seh­sen­der berich­ten über die geplante Ver­tei­lung von rech­ten CDs vor Schu­len.

Antifa-Info­tisch in Achim

Andreas Hackmann

Andreas Hack­mann

29. Mai 2004, Achim. Am Sams­tag fin­det in der Achi­mer Fuß­gän­ger­zone ein Info­stand anti­fa­schis­ti­scher Grup­pen statt. Hier wer­den Flug­blät­ter ver­teilt, die über die rechts­ex­tre­men Struk­tu­ren in der Region auf­klä­ren. Die Ableh­nung der Bür­ge­rIn­nen gegen­über rechts­ex­tre­men Akti­vi­tä­ten im Land­kreis ist spür­bar und zeigt, dass hier gro­ßer Infor­ma­ti­ons­be­darf besteht.

Am ande­ren Ende der Fuß­gän­ger­zone hat sich die übli­che Hand­voll Ver­däch­ti­ger der regio­na­len NPD/JN-Truppe mit einem Info­stand auf­ge­baut und ver­sucht erfreu­lich erfolg­los, ihren Pro­pa­ganda-Schrott zu ver­tei­len. Etwa 50 Poli­zei­be­amte, dar­un­ter die BF-Ein­heit aus Braun­schweig, beschüt­zen den Nazi-Info­stand vor „spon­ta­nen Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen“ durch Pas­san­tIn­nen.

Auch der Anti-Antifa-„Spezi“ Andreas Hack­mann (siehe Foto) fährt auf sei­nem Fahr­rad durch den Ort und ver­sucht Anti­fas zu beob­ach­ten und zu foto­gra­fie­ren. Wie üblich wird er jedoch schnell erkannt und ver­kriecht sich dar­auf­hin zu sei­nen „Kame­ra­den“ an den Nazi-Stand.

Antifa gegen rechte „Bür­ger­ge­mein­schaft“

28. Mai 2004, Ver­den. Über 60 Anti­fas demons­trie­ren gegen eine Ver­an­stal­tung der rechts­kon­ser­va­ti­ven „unab­hän­gi­gen Bür­ger­ge­mein­schaft“ im Hotel „Bors­te­ler Hof“ in Ver­den. Anwe­sende Bul­len in aus­rei­chen­der Anzahl kön­nen einen unge­hin­der­ten Ablauf der Ver­an­stal­tung durch­set­zen.

indy­me­dia-Arti­kel: Demo gegen rechts­kon­ser­va­ti­ven Vor­trag in Ver­den

Kei­ner mag euch...

18. Mai 2004, Ver­den. Unter 10 Faschos ste­hen sich an ihrem Info­stand in der Ver­de­ner Fuß­gän­ger­zone eine Zeit lang die Beine in den Bauch. Einige Anti­fas erlö­sen das Pack nach eini­gen Minu­ten inso­fern, als dass sie den Stand mas­si­ver bedrän­gen, so dass die Poli­zei den Faschos nahe legt, sich schnell zu ent­fer­nen (was sie dann auch tun).

Ihr seid scheiße...

1. Mai 2004, Bre­men. Nach dem 6:0-Erfolg der bes­ten Bun­des­li­ga­mann­schaft über den Ham­bur­ger SV pöbeln ca. 30 Ham­bur­ger Nazi-Hoo­li­gans nahe des Weser­sta­di­ons Bre­mer Fuß­ball­fans an. Es wer­den Nazi­sym­bole gezeigt, wor­auf­hin es zu einem Geran­gel mit der Poli­zei kommt.

Anschlag auf Bre­mer Info­la­den

24. April 2004, Bre­men. In der Nacht von Sams­tag auf Sonn­tag wer­fen Nazis eine Scheibe des lin­ken Info­la­dens im Bre­mer Oster­tor ein und schmei­ßen eine Rauch­bombe hin­ein, die jedoch nicht zün­det. Aus ermitt­lungs­tak­ti­schen Grün­den las­sen sich zur Zeit lei­der keine wei­te­ren Anga­ben machen.

Nazis ver­su­chen GEW-Ver­an­stal­tung zu stür­men

21. April 2004, Ver­den. Etwa 60 Leh­re­rIn­nen und Schü­le­rIn­nen fin­den sich am Abend im „Nie­der­sach­sen­hof“ in Ver­den ein, wo eine Info­ver­an­stal­tung der „Gewerk­schaft Erzie­hung und Wis­sen­schaft“ (GEW) statt­fin­den soll. Kurz nach dem Beginn der Ver­an­stal­tung tau­chen über 20 mit Schlag­stö­cken, Tot­schlä­gern, Trä­nen­gas, Sturm­hau­ben und NPD-Pla­ka­ten bewaff­nete Nazis auf und ver­su­chen, in das Gebäude zu gelan­gen. Meh­rere Gäste der Ver­an­stal­tung kön­nen gerade noch von Innen die Tür zuhal­ten. Wei­ter­le­sen

Erneu­ter Info­stand mit anschlie­ßen­der Ver­an­stal­tung

17. April 2004, Ver­den und Zeven. Um die 10 Nazis der regio­na­len NPD/JN-Szene machen einen Stand in der Ver­de­ner Fuß­gän­ger­zone, beschützt wer­den sie dabei von der Poli­zei. Eilig mobi­li­sierte Anti­fas aus der Gegend kom­men lei­der knapp zu spät, um etwas gegen die Nazi-Pro­pa­ganda zu tun. Gerüch­ten zufolge wer­den wäh­rend des Info­st­an­des einige Nazi-Autos beschä­digt, so dass die Nazis Pro­bleme gehabt haben dürf­ten, zu einer abend­li­chen Ver­an­stal­tung mit dem Nazi-Ter­ro­ris­ten Peter Nau­mann in Zeven zu gelan­gen. Die ist aber der­ma­ßen lang­wei­lig, dass selbst das sonst so moti­vierte Nazi-Hohl­brot Mat­thias Schultz aus Ver­den kaum noch die Äug­lein offen hal­ten kann: sein Gesicht schlägt mehr­mals fast auf dem Tisch auf. Husch husch ins Körb­chen, klei­ner Puh!

Nazi­hools als Ord­ner

27. März 2004, Ham­burg. Auf dem Nazi-Auf­marsch in Ham­burg sind Bre­mer Nazi­hools als Ord­ner ver­tre­ten. Für Chris­tian Worch schüt­zen die bei­den stadt­be­kann­ten Kame­ra­den Andre Sage­mann und Hen­drik „Ossi“ Osten­dorf den Laut­spre­cher­wa­gen. Unter­stützt wer­den sie dabei von einem neuen Azubi. Lass es lie­ber blei­ben, Junge! Wei­ter­le­sen

Eins zu Fünf­und­zwan­zig

20. März 2004, Wil­helms­ha­ven. Knapp über 70 Nazis schaf­fen es zum vor­läu­fig letz­ten Auf­marsch im Rah­men der Kam­pa­gne „Heim­reise statt Ein­wan­de­rung, denn deut­sche Kin­der braucht das Land“ nach Wil­helms­ha­ven. Eigent­lich ein trau­ri­ges Häuf­lein, das sich durch die Stadt eskor­tie­ren lässt. Und zwar von über 2000 Ver­tre­te­rIn­nen des Poli­zei­staa­tes, wel­che die kom­plette Innen­stadt abrie­geln. Zudem waren im Vor­feld meh­rere fest instal­lierte Kame­ras ent­lang der gesam­ten Route ange­bracht wor­den, schon auf den Vor­be­rei­tungs­tref­fen zu den Gegen­ak­tio­nen saßen Spit­zel des Staats­schut­zes. Ins­ge­samt betrach­tet hat der Poli­zei-Appa­rat sowohl per­so­nell als auch tech­nisch so ziem­lich alles auf­ge­fah­ren, was ihm zur Zeit zur Ver­fü­gung steht.

Über 1000 Gegemde­mons­tan­tIn­nen zei­gen den Nazis trotz­dem, was sie von ihnen hal­ten: gar nichts.
Auch aus der Bre­mer Region sind die übli­chen Ver­däch­ti­gen wie­der mit von der Par­tie. Wei­ter­le­sen

Roten­burg gegen Nazi­schweine

13. März 2004, Roten­burg. An die 41,5 poli­ti­sche Blind­gän­ger ver­tei­len im Rah­men eines Info­st­an­des an sich sel­ber Flug­blät­ter der JN und NPD. Über 600 Men­schen demons­trie­ren dage­gen und wol­len den Fascho­hau­fen aus der Stadt scheu­chen. Die Reden von Gün­ter Deckert (ehem. NPD-Bun­des­vor­sit­zen­der), Ste­phan Pfings­ten (NPD-Funk­tio­när aus Göt­tin­gen) und Sascha Schü­ler (regio­na­ler JN-Wich­tig­ma­cher) gehen in einer anti­fa­schis­ten Lärm­ku­lisse unter.

Hoff­nungs­los unter­ge­gan­gen wären auch die Nazis, hät­ten ihnen nicht meh­rere Hun­dert­schaf­ten der Poli­zei den Rücken frei­ge­hal­ten und ihren Abzug zum Bahn­hof gewähr­leis­tet. Dabei geht vor allem die Han­no­ve­ra­ner BFE („Beweis­si­che­rungs-und Fest­nahme-Ein­heit“) bru­tal vor. Es gibt meh­rere Fest­nah­men und Ver­letzte.

Beim Rück­zug schlägt der Neo­nazi Arwid Stre­low aus Stadt­ha­gen einem Jugend­li­chen eine Pla­kat­latte ins Gesicht, wor­auf­hin der Ver­letzte in eine Spe­zi­al­kli­nik gebracht wer­den muss. Hin­zu­wei­sen ist noch auf den Laut­spre­cher­wa­gen mit dem Kenn­zei­chen ROW-PC 32, ein wei­ßer Ford Escort. Nach­mit­tags ver­an­stal­tet die JN/NPD noch eine Saal­ver­an­stal­tung mit Deckert, der bereits am Vor­tag im Raum Bre­mer­ha­ven gespro­chen hatte. Wei­ter­le­sen

Poli­zei razzt für Nazis

Marcus Rencken

Mar­cus Rencken

März 2004, Roten­burg. Wenige Tage nach dem Nazi-Auf­marsch in Wil­helms­ha­ven kommt es zu einer Haus­durch­su­chung in einer WG in Roten­burg. Vor­wand für die Durch­su­chung ist eine Anzeige von Mar­cus Rencken aus Hems­bünde bei Roten­burg. Angeb­lich sei ihm auf dem Weg zum Auf­marsch seine Kamera geraubt wor­den und er glaube, die Täter zu ken­nen. Der Staats­schutz nimmt die Gele­gen­heit dan­kend an, sich bei poli­tisch akti­ven Leu­ten im Land­kreis umzu­se­hen.

Mar­cus Rencken ist einer der aktivs­ten Nazis im Land­kreis Roten­burg, und fest in die Struk­tu­ren der regio­na­len NPD/JN ein­ge­bun­den. Er bei fast jeder Nazi-Aktion zu fin­den, wo er sich gerne als Anti-Antifa-Foto­graf oder Mega­phon­stän­der betä­tigt. Das Foto zeigt ihn mit dem Cor­pus Delicti Abhandi.

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