NPD-Tisch I

10. März 2007, Bremen. In der Vahr führt die NPD einen Infostand durch. Die üblichen Verdächtigen der Bremer NPD stehen sich dort sichtlich überflüssig ihre Beine in den Bauch. Mit von der Partie ist auch Lutz Henze vom „Heimdall-Shop“, der erst wenige Tage zuvor aus dem Knast entlassen wurde.

Henze sät Wind

5. März 2007, Bremen-Blumenthal. Am Samstagabend kommt es vor dem Wohnhaus des NPD-Kaders Lutz Henze in der Mühlenstraße 206 in Bremen-Blumenthal zu Auseinandersetzungen zwischen Henze und einigen Kameraden sowie Jugendlichen aus dem Stadtteil. Kurze Zeit später erscheint die Polizei und versucht die Lage durch Platzverweise zu beruhigen, was nur teilweise gelingt. Bei den Nazis werden schließlich mehrere Baseballschläger und Schlagstöcke sichergestellt.

Bereits in den beiden Vormonaten war Henze durch Gewalttaten aufgefallen: Im März saß er wegen Körperverletzung mehrere Wochen im Knast, im April war er an einer Schlägerei in Bremen-Vegesack beteiligt. Der NPD-ler passt damit bestens zur neuen Kampagne seines Kameraden Sascha Humpe mit dem rührseligen Namen „Bremer Bündnis keine Gewalt“.

Nazikonzert mit Endstufe

Christian Schröder

Christian Schröder

3. März 2007, Nordwestmecklenburg. In Mühlen-Eichsen findet ein Nazikonzert mit vier Bands statt. Eine von ihnen ist Deutschlands dienstälteste Rechtsrockband  „Endstufe“, die sich seit einiger Zeit mit Christian Schröder (siehe Foto) als neuem Gitarristen „schmücken“ kann.

Die Fangemeinde aus dem Bremer Umland reist mit dem Bus eines Rotenburger Unternehmens zum Konzertort an. Dazu gesellen sich weitere ca. 500 BesucherInnen aus dem gesamten Bundesgebiet. Unter dem wachsamen Auge der Polizei verläuft der mit rassistischen Texten gefüllte Abend ohne weitere Störungen.

Siegerist in geheimer Mission

3. März 2007, Bremen. Im ibis-Hotel am Rembertiring trifft sich die rechte Wahlvereinigung „Bremen muss leben“ um den Rassisten Joachim Siegerist zu einer internen Veranstaltung. Auf dem Treffen wird über die Herangehensweise im Bezug auf die Bürgerschaftswahl in Bremen beraten. Siegerist hatte in letzter Zeit mit mehreren Postwurfsendungen versucht, Menschen von sich zu überzeugen. Hier konnte man seitenweise diffuse Anschuldigungen und Hasstiraden über Politiker, Antifa, Wirtschaft, Drogenkonsumenten, gelbe Säcke usw. lesen. „Bremen muss leben“ will bei der Bürgerschaftswahl Mitte Mai allen Ernstes 25 Prozent der Stimmen erreichen.

Wenn das Großvater wüsste…

3. März 2007, Bremen. Die NPD will einen Infostand beim Ohlenhof in Gröpelingen durchführen. Zu sehen sind dort u.a. Sascha Humpe, Louisa Yardim und Anhang. Andreas Hackmann läuft schon im Vorfeld als Abgesandter alleine in der näheren Umgebung herum, um nach potentiellen ProtestlerInnen Ausschau zu halten. Die ganze Meute steht dann um kurz vor 11:00 eine Weile untätig beim Lindenhof im kalten Nass herum, langweilt sich und versucht sich irgendwie um den Aufbau und die Durchführung des Standes zu drücken. Dann die gute Botschaft für die Frauen und Männer der Schönwetterfront: Der Infostand soll nun doch nicht aufgebaut werden, alle Nazis verschwinden wieder unverrichteter Dinge. Sie hatten wohl keinen Bock bei dem Scheißwetter stundenlang alleine hinter einen Plastiktisch zu stehen und zu merken, dass sich niemand für ihren geistigen Dünnschiss in Wort- und Schriftform interessiert. Da packt man dann schon mal lieber seine sieben Sachen wieder zusammen und lässt es lieber (vielleicht ja auch mit der scheiß NPD komplett).

Bremer Nazis in Hildesheim

24. Februar 2007, Hildesheim. Rund 4000 Menschen demonstrieren in Hildesheim mit einer bunt gemischten, äußerst heterogenen Demo gegen einen Aufmarsch von 200 Nazis aus dem NPD- und Kameradschaftsspektrum. Angemeldet ist dieser vom Hamburger Neonazi Christian Worch und unterstützt von der „Bürgerinitiative für Zivilcourage Hildesheim“.

Aus Bremen und Bremerhaven reist eine Gruppe von ca. 10 Nazis an, darunter z. B. Michael Schäfer, Andreas Hackmann, Markus Privenau sowie mehrere Bremer Nachwuchs NPDler. Auch die ehemalige Heisehof-Bande aus dem Verdener Raum ist vor Ort. Weiterlesen

Fotos: Nazi-Aufmarsch am 10. Februar 2007 in Rotenburg

Wir veröffentlichen hier Fotos aller 107 Nazis, die am Aufmarsch teilgenommen haben. Personen, die – aus welchen Gründen auch immer – der Meinung sind dass sie hier ja nun überhaupt nicht (mehr) hingehören, empfehlen wir nachdrücklich sich bei uns zu melden. Ansonsten bedanken wir uns wie immer im voraus für Anmerkungen und Informationen zu den abgebildeten Personen und ihren Aktivitäten. Weiterlesen

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Antifaschistische Demo in Rotenburg

10. Februar 2007, Rotenburg. Gut 400 Menschen demonstrieren am Samstagvormittag in der Rotenburger Innenstadt gegen einen vom Heisenhof-Nazi Daniel Fürstenberg angemeldeten Naziaufmarsch. Exakt 107 Nazis sind in die Stadt gekommen um diesmal gegen „Repression“ zu sein. Etwa 10 Mal so viele PolizistInnen müssen die Nazis während ihres Karnevalsaufzugs durch die Rotenburger Walachei vor direkter antifaschistischer Repression schützen. Unter den Nazis sind Malte Bormann und Matthias „Puh der Honigschlecker“ Schultz aus Verden.

Siehe auch:
Fotos aller 107 Nazis
Naziaufmarsch in Rotenburg an der Wümme (indymedia-Artikel)

Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2007, Achim. Heute jährt sich die Befreiung der überlebenden Gefangenen des Konzentrationslagers Ausschwitz. Zwischen 1942 und 1945 wurden hier systematisch über 1.500.000 Menschen ermordet. Weiterlesen

Nazikonzerte

27. Januar 2007, Rotenburg und Umland. Im angemieteten Rotenburger Angelheim findet am Abend ein Liederabend mit Doofmachmusik statt. Auslöser dafür sind „Annett und Michael“. Besucht wird das Ereignis von rund 60 Leuten, größtenteils von NPD-Anhänger. Unter ihnen befinden sich auch Andreas Hackmann, Markus Winter, Arvid Strelow und Daniel Fürstenberg.

Die beiden Dumm-Dumm-Geschosse können jedoch nicht lage rumträllern, da die Veranstaltung von der Oldenburger Polizei und Beamten des Rotenburger Staatsschutzes aufgelöst wird. Alle TeilnehmerInnen werden kontrolliert und bekommen einen Platzverweis. In Grauen bei Rotenburg findet am gleichen Abend ein Nazikonzert mit ca. 80 TeilnehmerInnen aus dem Umfeld der „Freien Kameradschaften“ und den „Hammerskins“ statt.

Brandanschlag auf Gedenkstätte

25. Januar 2007, Verden. Bei einem Brandanschlag auf die Gedenkstätte für ZwangsarbeiterInnen in Verden und Umgebung brennt in der Nacht zum vergangenen Freitag der Eisenbahnwagon mit den sich darin befindlichen Exponaten komplett nieder. Die Gedenkstätte war vor drei Jahren unter Initiative von SchülerInnen und dem Förderverein für Regionalgeschichte auf dem Verdener Schulhof eingerichtet worden.

Siehe auch: „Die Leute wachrütteln“ (Artikel in der Jungen Welt)

Nazi-Hooligans überfallen Werderfans

20. Januar 2007, Bremen. Ca. 25 Nazi-Hooligans verletzen bei einem Überfall auf eine Feier der Werder-Fangruppierung „Racaille Verte“ mehrere Menschen, einige darunter schwer. Die größtenteils jungen Werderfans feiern am Abend im Ostkurvensaal des Weserstadions ihr 1-jähriges Bestehen. Nachdem ein eintreffender „Gast“ gebeten wird, seine Jacke des Nazilabels „Thor Steinar“ auszuziehen, tauchen wenig später mehrere Nazis auf und provozieren. Um kurz nach Mitternacht eskaliert die Situation dann, als nochmals etwa 15 Personen aus dem Umfeld der Nazi-Hooligangruppe „Standarte Bremen“ erscheinen. Weiterlesen

Nazi-Mahnwache

20. Januar 2007, Bremen-Osterholz. Ein sogenanntes „Bremer Bündnis gegen Gewalt“ ruft für Samstag zu einer „Mahnwache“ in Osterholz auf. An ihr beteiligen sich regionale Nazis, Neonazis und Rechtsradikalinskis, namentlich die Bremer NPD und ihre Jugendgruppe sowie Nazis aus dem Bremer Umland (alle absolut gewaltfrei, natürlich!). Initiator des kruden Bündnisses ist Bremer NPD-Jugendreferent Sascha Humpe, der erst vor einigen Wochen noch mit anderen Nazis im Bahnhof Hannover ganz gewaltfrei linke Jugendliche angegriffen hatte. Weiterlesen

Bremer NPD-Feier verhindert

16. Dezember 2006, Bremen. Am Nachmittag wird eine geplante „Jahresabschlussfeier“ der Bremer NPD im „Waller Landheim“ von ca. 100 Antifas verhindert. Als Referent sollte u.a. der Rechtsterrorist und Bombenbastler Peter Naumann der Veranstaltung beistehen. Auch der Ausweichort, eine Kneipe in der Bremer Neustadt, wird kurze Zeit später von Antifas belagert und das NPD-Treffen muss frühzeitig beendet werden.

Siehe auch: Bremen: NPD-Jahresabschlussfeier verhindert (indymedia-Artikel)

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