DVU-Wahl­ver­an­stal­tung

6. Mai 2007, Bre­mer­ha­ven. In der Stadt­halle Bre­mer­ha­ven fin­det eine öffent­li­che Wahl­ver­an­stal­tung der DVU statt, gegen deren Durch­füh­rung die Stadt Bre­mer­ha­ven erfolg­los geklagt hatte. Die Ver­an­stal­tung wird von etwa 150 Poli­zis­ten und dem Sicher­heits­dienst der Stadt­halle geschützt. Gegen die Ver­an­stal­tung hat­ten im Vor­feld rund 700 Leute an einer Demons­tra­tion teil­ge­nom­men, die vor den Absper­run­gen endet. Hier ange­kom­men gibt es eine kul­tu­rell bunt gemischte Gegen­kund­ge­bung und ein Fest mit Live-Musik. Wei­ter­le­sen

Antifa-Demo in Bre­men-Vege­sack

5. Mai 2007, Bre­men-Vege­sack. Unter dem Motto „Schö­ner leben ohne Nazis“ demons­trie­ren um die 200 Men­schen in Bre­men-Vege­sack. In Rede­bei­trä­gen und Flug­blät­tern wird auf regio­nale Nazi­ak­ti­vi­tä­ten hin­ge­wie­sen. Ein­zelne Nazis, die am Rande zu pro­vo­zie­ren ver­su­chen, wer­den weg­ge­schickt. Wei­ter­le­sen

Aus­blick: Bür­ger­schafts­wah­len in Bre­men 2007

Am 13. Mai 2007 fin­den wie­der Wah­len zur Bre­mer Bür­ger­schaft und zu den Bre­mer Stadt­teil­bei­rä­ten statt. Für die nächs­ten vier Wochen bedeu­tet dies lei­der unter ande­rem wie­der ras­sis­ti­sche Hetze im Stra­ßen­bild, Nazi-Pro­pa­ganda vor Ein­kaufs­zen­tren und rech­ter Pro­pa­gan­da­müll im Brief­kas­ten. Die­ser Text soll die übli­chen und unüb­li­chen Ver­däch­ti­gen des Par­tei­en­spek­trums von Rechts bis Rechts­ex­trem näher beleuch­ten und Infor­ma­tio­nen in Bezug auf die Wahl zusam­men­fas­sen. Wei­ter­le­sen

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Anti­fa­demo gegen Nazi­auf­marsch in Vechta

Demozug

Demo­zug

1. Mai 2007, Vechta. Meh­rere Hun­dert Anti­fas demons­trie­ren in Vechta unter dem Motto „Moak dat gie wech koamt!“ gegen einen Auf­marsch von sage und schreibe 116 von über­all­her zusam­men­ge­kratz­ten Faschos. Ca. 1300 Bul­len sor­gen für einen weit­ge­hend unge­stör­ten Ver­lauf des brau­nen Spek­ta­kels.

Siehe auch:
Fotos von allen betei­lig­ten Nazis
1.Mai: Pro­teste gegen NPD in Vechta (indy­me­dia-Arti­kel)

Hai­der in Bre­men

27. April 2007, Bre­men-Farge. Im „Fähr­haus Farge“ der Fami­lie Stö­ver fin­det eine rechte Wahl­ver­an­stal­tung mit dem Rechts­po­pu­lis­ten Jörg Hai­der aus Kärnten/Österreich statt. Ver­an­stal­tet wird dies von der Bre­mer Wäh­ler­ver­ei­ni­gung „Bre­men muss leben — Deut­sche Kon­ser­va­tive“ unter Vor­sitz von Joa­chim Sie­ge­rist.

Hai­der wird am Vor­mit­tag von der Poli­zei am Flug­ha­fen Bre­men auf­ge­grif­fen und dann unter Geleit­schutz (damit der in Bre­men nichts kaputt und dre­ckig macht) zum Ver­an­stal­tungs­ort gefah­ren. Am Haupt­bahn­hof steht ein Bus bereit, der die Säcke nach Farge kar­ren soll. Über 100 Poli­zei­kräfte schüt­zen die Ver­an­stal­tung vor der Öffent­lich­keit. Im Fähr­haus selbst sit­zen rund 200 meist alte und von außer­halb ange­reiste stolze Deut­sche und lau­schen Hai­ders Rede über Aus­län­der­kri­mi­na­li­tät und ande­ren rechts­po­pu­lis­ti­schen Scheiß. Im Anschluss fährt Sie­ge­rist mit Hai­der dann noch für einen Stadt­bum­mel in die Bre­mer City um ein paar Fotos für das Fami­li­en­al­bum zu machen.

Nazi-Hoo­li­gans im Vier­tel

24. April 2007, Bre­men. Nach dem Fuss­ball­spiel Wer­der Bre­men II gegen den FC St. Pauli treibt sich eine grö­ßere Gruppe Nazi-Hoo­li­gans im Vier­tel herum. Unter ihnen auch die Anti-Antifa-Akti­vis­ten Andreas Hack­mann und Simon Lahu­sen per Fahr­rad, wel­che den Nazischlä­gern der „Stan­darte“ gezielt Anwei­sun­gen geben, wel­che ver­meint­li­chen Lin­ken sie angrei­fen sol­len.

Nach eini­gen Angriffs­ver­su­chen sam­meln sich die Nazi-Hools zum Teil mit Schlag­stö­cken bewaff­net in der Nähe des Jugend­frei­zeit­heims Frie­sen­straße (wo zur Zeit ein Kon­zert statt­fin­det), um Besu­che­rIn­nen auf dem Rück­weg anzu­grei­fen. Eine Gruppe von Leu­ten sam­melt sich dar­auf­hin auf dem Zie­gen­markt und geht schließ­lich zur Gegen­wehr über: die Nazis wer­den ver­trie­ben.

Schlä­ge­rei mit Nazis

14. April 2007, Bre­men-Vege­sack. Am Bahn­hof Vege­sack kommt es zu einer Schlä­ge­rei zwi­schen drei Nazis und ein paar Jugend­li­chen. Unter den Nazis ist der bekannte Bre­men-Nor­der NPD-Nazi Lutz Henze, der bei der Aus­ein­an­der­set­zung schwe­rer ver­letzt wird.

Schnüf­fel­na­zis

30. März 2007, Bre­men. Im Umfeld einer Kund­ge­bung auf dem Bre­mer Markt­platz gegen die EU-Außen­mi­nis­ter­kon­fe­renz kreu­zen die Nazis Andreas Hack­mann, Simon Lahu­sen und Sebas­tian All­wardt auf ihren Fahr­rä­dern herum. Sebas­tian All­wardt ist übri­gens nach einer Outing­ak­tion in sei­nem Wohn­um­feld mitt­ler­weile mit in die Eigen­tums­woh­nung von Hen­rik Osten­dorf (Am Wall 82) ein­ge­zo­gen. Des­sen ehe­ma­li­gen Mit­be­woh­ner-Nazi, das Ana­bo­lika-Männ­chen Mar­tin Wulff, zog es unter­des­sen an den gedeck­ten Tisch sei­ner Freun­din, die eben­falls im Brill-Quar­tier wohnt.

Simon Lahusen

Simon Lahu­sen

Sebastian Allwardt

Sebas­tian All­wardt

NPD-Stand II

24. März 2007, Bre­men. Am Vor­mit­tag baut die Bre­mer NPD einen Info­tisch auf dem Neuen Markt in der Neu­stadt auf. Anwe­send sind der NPD-„Jugendreferent“ Sascha Humpe und einige wei­tere Jungna­zis. Die Poli­zei muss Extra­kräfte zusam­men­zie­hen um die Nazis vor Gegen­de­mons­tran­tIn­nen zu schüt­zen.

Nach eini­ger Zeit packen die Faschos dann den Tisch und ihre Pro­pa­ganda, von der sie kein biß­chen los­wer­den konn­ten, wie­der ein, stei­gen in ein Taxi und fah­ren davon. Der Anti-Antifa-Akti­vist Andreas Hack­mann fährt wäh­rend­des­sen mit sei­nem Fahr­rad die Gegend ab und hält nach Anti­fas Aus­schau.

Nazi­auf­marsch in Min­den

17. März 2007, Min­den. Am Sams­tag mar­schie­ren rund 170 Nazis, die größ­ten­teils aus dem Ruhr­ge­biet und der Region Ost­west­fa­len Lippe anrei­sen, durch Min­den. Mit von der Par­tie sind auch Nazis aus Ver­den und der NPD Han­no­ver. Ange­mel­det wurde der Nazi­auf­marsch durch die „Natio­nale Offen­sive Schaum­burg“ unter Lei­tung von Mar­cus Win­ter. Rund 800 Geset­zes­hü­ter gesel­len sich zum Rund­marsch und tra­gen dazu bei, dass der Nazi­hau­fen unter Ein­satz mas­si­ver Poli­zei­ge­walt durch Min­den zie­hen kann. Schön ist aber, dass die rund 1000 an ver­schie­de­nen Orten ver­sam­mel­ten Gegen­de­mons­tran­tIn­nen es zum Teil erfolg­reich schaf­fen den Auf­marsch zu stö­ren.

Siehe auch:
Min­den: Poli­zei ermög­licht Nazi­auf­marsch (indy­me­dia-Arti­kel)
Kurz­be­richt zum Nazi­auf­marsch in Min­den. (indy­me­dia-Arti­kel)
Min­den: Fotos vom Nazi­auf­marsch am 17.3.2007 (indy­me­dia-Arti­kel)

NPD-Tisch I

10. März 2007, Bre­men. In der Vahr führt die NPD einen Info­stand durch. Die übli­chen Ver­däch­ti­gen der Bre­mer NPD ste­hen sich dort sicht­lich über­flüs­sig ihre Beine in den Bauch. Mit von der Par­tie ist auch Lutz Henze vom „Heimd­all-Shop“, der erst wenige Tage zuvor aus dem Knast ent­las­sen wurde.

Henze sät Wind

5. März 2007, Bre­men-Blu­men­thal. Am Sams­tag­abend kommt es vor dem Wohn­haus des NPD-Kaders Lutz Henze in der Müh­len­straße 206 in Bre­men-Blu­men­thal zu Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen Henze und eini­gen Kame­ra­den sowie Jugend­li­chen aus dem Stadt­teil. Kurze Zeit spä­ter erscheint die Poli­zei und ver­sucht die Lage durch Platz­ver­weise zu beru­hi­gen, was nur teil­weise gelingt. Bei den Nazis wer­den schließ­lich meh­rere Base­ball­schlä­ger und Schlag­stö­cke sicher­ge­stellt.

Bereits in den bei­den Vor­mo­na­ten war Henze durch Gewalt­ta­ten auf­ge­fal­len: Im März saß er wegen Kör­per­ver­let­zung meh­rere Wochen im Knast, im April war er an einer Schlä­ge­rei in Bre­men-Vege­sack betei­ligt. Der NPD-ler passt damit bes­tens zur neuen Kam­pa­gne sei­nes Kame­ra­den Sascha Humpe mit dem rühr­se­li­gen Namen „Bre­mer Bünd­nis keine Gewalt“.

Nazi­kon­zert mit End­stufe

Christian Schröder

Chris­tian Schrö­der

3. März 2007, Nord­west­meck­len­burg. In Müh­len-Eich­sen fin­det ein Nazi­kon­zert mit vier Bands statt. Eine von ihnen ist Deutsch­lands dienst­äl­teste Rechts­rock­band  „End­stufe“, die sich seit eini­ger Zeit mit Chris­tian Schrö­der (siehe Foto) als neuem Gitar­ris­ten „schmü­cken“ kann.

Die Fan­ge­meinde aus dem Bre­mer Umland reist mit dem Bus eines Roten­bur­ger Unter­neh­mens zum Kon­zert­ort an. Dazu gesel­len sich wei­tere ca. 500 Besu­che­rIn­nen aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet. Unter dem wach­sa­men Auge der Poli­zei ver­läuft der mit ras­sis­ti­schen Tex­ten gefüllte Abend ohne wei­tere Stö­run­gen.

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