Demons­tra­tion gegen Nazis in Weyhe

22. Sep­tem­ber 2007, Weyhe. Am Vor­mit­tag demons­trie­ren in Weyhe rund 500 Men­schen gegen die regio­nale Nazi­szene und den am glei­chen Tag statt­fin­den­den Nazi­auf­marsch. Die­ser beginnt am frü­hen Nach­mit­tag: Ent­ge­gen der Ein­schät­zung des Anmel­ders Sascha „Luft“ Humpe (NPD-Akti­vist aus Bre­men-Nord), der im Vor­feld von 200 Kame­ra­den aus­ging, fin­den sich ganze 40 Nazis beim Bahn­hof in Kirchw­eyhe ein. Wei­ter­le­sen

Auf­mu­cken in Weyhe

Aufmucken 200715. Sep­tem­ber 2007, Weyhe. Zum mitt­ler­weile sieb­ten Mal fin­det in Weyhe das „Auf­mu­cken gegen Rechts“ statt. Ins­ge­samt kom­men dies­mal ca. 750 Besu­che­rIn­nen zum Event und zei­gen Flagge gegen Rechts. Die Nazis las­sen sich den Abend über nicht bli­cken — eine von ihnen ange­kün­digte Kund­ge­bung gegen die Ver­an­stal­tung wird nicht geneh­migt und um eine Woche nach hin­ten ver­legt.

DVU-Stüh­le­rü­cken

2. Sep­tem­ber 2007, Bre­mer­ha­ven. Auf einem Kreis­par­tei­tag der Bre­mer­ha­ve­ner DVU wird ein neuer Vor­stand gewählt. Neuer Kreis­ver­bands-Vor­sit­zen­der ist der 31jährige Rudolf Barg­mann, seine Stell­ver­tre­ter sind Jür­gen Nol­ler und Marion Blohm, als Bei­sit­zer fun­gie­ren küf­tig Peter Bal­nat, Ursula Fabisch, Peter Lappe sowie Hein­rich Mül­ler.

Regio­nale Nazis in Däne­mark

Kolding-Flyer

18. August 2007, Kol­ding (Däne­mark). Um die 200 Neo­na­zis mar­schie­ren durch die Stadt Kol­ding in Süd­dä­ne­mark, 80km nörd­lich von Flens­burg. Der Auf­marsch dient als Aus­weich­ver­an­stal­tung für den „Hess-Marsch“ im baye­ri­schen Wun­sie­del, wel­cher letzt­end­lich ver­bo­ten wurde. For­mal orga­ni­siert wird der Auf­marsch von der DNSB („Dan­marks Natio­nal­so­cia­lis­ti­ske Bevægelse“ — „Natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Bewe­gung Däne­marks“), die Wur­zeln in der in den 30er-Jah­ren gegrün­de­ten DNSAP hat, der däni­schen Vari­ante der deut­schen NSDAP. Dass das Zei­gen von Hit­ler­gruß, Haken­kreuz etc. in Däne­mark nicht ver­bo­ten ist, erhöht die Attrak­ti­vi­tät der Hafen­stadt für die deut­schen Nazis. Mit dabei ist auch eine Gruppe von Nazis aus der Bre­mer Region, unter ihnen der Bre­mer Nazi Andreas Hack­mann und einige andere. Wei­ter­le­sen

Dumm­heit ver­jährt nicht

August 2007, Bre­men. Anläss­lich des Todes­ta­ges des Hit­ler-Stell­ver­tre­ters und Nazi­ver­bre­chers Rudolf Hess fin­den bun­des­weit Aktio­nen von Nazis statt. So auch in Bre­men, in meh­re­ren Stadt­tei­len wird mit Scha­blo­nen das Kon­ter­fei von Hess und der Spruch „Mär­ty­rer ster­ben nie“ gesprüht. Hen­rik Osten­dorf fährt außer­dem vom 13.–17. August zusam­men mit Nils Larisch in einem LKW quer durch Deutsch­land, auf wel­chem Nazi­pa­ro­len bezüg­lich des Able­bens ihres Idols zu lesen sind. Der Bre­mer Nazi-Hool Osten­doof ist zudem der Ver­ant­wort­li­che einer Home­page mit ent­spre­chen­dem Inhalt (46jahre.de).

MÄRTYRER STERBEN NIE — RUDOLF HESS STARB 1987...

Die "furchtlosen Fahrer auf den Straßen des Führers" (Zitat Homepage) Henrik Ostendorf und Nils Larisch vor der Nazikarre

Die „furcht­lo­sen Fah­rer auf den Stra­ßen des Füh­rers“ (Zitat Home­page) Hen­rik Osten­dorf und Nils Larisch vor der Nazi­karre

Auf’n Arsch statt Auf­marsch

Silvio Reinhold Krug

Sil­vio Rein­hold Krug

28. Juli 2007, Wil­helms­ha­ven. Eigent­lich soll in Wil­helms­ha­ven eine Kund­ge­bung der NDB („Natio­nal-Sozia­lis­ti­schen Bewe­gung Deutsch­lands“) unter dem Motto „Schluss mit der Fremd­herr­schaft“ statt­fin­den. Die angeb­li­che „Besat­zung Deutsch­lands“ durch „Usrael“ und die „USA“ soll the­ma­ti­siert wer­den. Orga­ni­siert wird sie vom „Bun­des­vor­sit­zen­den“ des NBD, dem seit einem Jahr in der „Szene“ akti­ven Sil­vio Rein­hold Krug.

Das Enga­ge­ment eini­ger Anti­fa­schis­tIn­nen hat aller­dings die Bemü­hun­gen des Orga­ni­sa­to­ren zur Farce wer­den las­sen.

Anti­fa­demo in Ver­den

21. Juli 2007, Ver­den. Unter dem Motto „Jetzt erst recht!“ demons­trie­ren ca. 70 Men­schen um auf die Nazi­struk­tu­ren in Ver­den und dem Umland auf­merk­sam zu machen. Gerade wegen der 2008 anste­hen­den Land­tags­wahl ist wie­der damit zu rech­nen, dass die Nazis im Land­kreis in die Ner­vof­fen­sive gehen und ihre Pro­pa­ganda ver­brei­ten wer­den. Um dem brau­nen Pack ent­ge­gen­zu­wir­ken, ist es wich­tig, die ört­li­chen lin­ken und anti­fa­schis­ti­schen Struk­tu­ren zu unter­stüt­zen und z. B. das selbst­ver­wal­tete Jugend­zen­trum zu erhal­ten. Die Demo wird von einem rie­si­gen Poli­zei­auf­ge­bot beglei­tet.

Schwar­zer Block in der Innen­stadt

17. Juli 2007, Bre­men. Meh­rere als Poli­zis­tIn­nen ver­klei­dete Per­so­nen plat­zie­ren einen gro­ßen schwar­zen Block auf dem Bre­mer Markt­platz. Vor Ort wei­sen sie durch gespielte Sze­nen auf Poli­zei­re­pres­sion und die damit ver­bun­dene Kri­mi­na­li­sie­rung poli­tisch akti­ver Men­schen hin. Im Anschluss zie­hen die fal­schen Bul­len mit ihrem schwar­zen Block dann in einer Spon­tan­de­mons­tra­tion vom Doms­hof in Rich­tung Zie­gen­markt.

Siehe auch: Schwar­zer Block in Bre­men gesich­tet (indy­me­dia-Arti­kel)

Nazis wer­den in Lüne­burg aus­ge­lacht

14. Juli 2007, Lüne­burg. Rund 150 Nazis mar­schie­ren von gro­ßem Pro­test beglei­tet durch Lüne­burg. Einige der Gegen­de­mons­tran­tIn­nen schaf­fen es auf die Route zu kom­men und zwin­gen den Auf­marsch dadurch zu einem spon­ta­nen Rich­tungs­wech­sel. Am Rande der Auf­marsch­route sind etli­che Pla­kate und Trans­pa­rente ange­bracht, die den Nazis ver­ständ­lich machen, dass sie sich doch bitte ver­pis­sen sol­len. Auch aus Bre­men rei­sen einige Teil­neh­me­rIn­nen des brau­nen Auf­zugs mit dem Bus an.

Siehe auch: Nazi­demo in Lüne­burg (indy­me­dia-Arti­kel)

Rene Bisch­off ver­ur­teilt

Rene Bischoff

Rene Bisch­off

Juli 2007, Nien­burg. Das Amts­ge­richt Nien­burg ver­ur­teilt den 28-jäh­ri­gen Nazi Rene Bisch­off zu einer Bewäh­rungs­strafe von 5 Mona­ten, zusätz­lich muss er 200 Stun­den gemein­nüt­zige Arbeit leis­ten. Bisch­off hatte über sei­nen Com­pu­ter rechts­ex­treme Lie­der im Inter­net ver­brei­tet.

Schon mehr­mals wurde ihm der Besitz oder die Ver­brei­tung von rechts­ex­tre­mer Pro­pa­ganda vor­ge­wor­fen, zuletzt im April die­ses Jah­res. Die zwei Ein­zel­kämp­fer Rene Bisch­off und Niels Fort­mann waren ver­ant­wort­lich für die Web­seite der „Natio­na­len Offen­sive Nien­burg“, auf der anti­se­mi­ti­sche Schrif­ten ver­brei­tet wur­den, wes­we­gen Fort­mann auch ver­ur­teilt wurde. Zur Begrün­dung, warum er wie­der nur Bewäh­rung bekam, gab die Rich­te­rin die anste­hende Geburt sei­nes ers­ten Kin­des an.

Stö­bert man ein wenig in der Ver­gan­gen­heit des Rene Bisch­off fällt schnell der krasse poli­ti­sche Wan­del die­ses Man­nes auf: Bei der Bun­des­tags­wahl 1998 kan­di­dierte er noch für die APPD („Anar­chis­ti­sche Pogo-Par­tei Deutsch­lands“) in Nie­der­sach­sen.

Titt­mann end­lich raus

Tittmann

Titt­mann

16. Juni 2007, Bre­mer­ha­ven. Das selbst­er­nannte Aus­hän­ge­schild der Bre­mer­ha­ve­ner DVU, der Bür­ger­schafts­ab­ge­ord­nete Siggi Titt­mann, teilt sei­nen Aus­tritt aus der DVU mit. Offi­zi­ell gibt er an, die Nase voll zu haben von der Par­tei­po­li­tik, außer­dem wolle er einer Erneue­rung nicht im Weg ste­hen.

Der stell­ver­tre­tende Bun­des­vor­sit­zende ist mit ein paar Jah­ren Unter­bre­chung seit 1987 in der Bre­mer Bür­ger­schaft aktiv, sein der­zei­ti­ges Man­dat will er auch behal­ten. Der Bre­mer­ha­ve­ner DVU-Bür­ger­schafts­ab­ge­ord­nete Ana­toli Wolf schloss sich ihm an und beide zusam­men bil­den sie jetzt die Gruppe „Pro­test der Bür­ger“ (PdB). Dadurch hat die DVU dum­mer­weise kei­nen Frak­ti­ons­sta­tus mehr, was ihnen vor allem finan­zi­elle Ein­bu­ßen beschert. Es gehe aber kei­nen­falls „gegen die DVU und Dr. Frey und seine Fami­lie“, so Titt­mann. Die Zusam­men­ar­beit sei stets gut gewe­sen, und der Schritt sei ihm nicht leicht gefal­len.  Wei­ter­le­sen

Fotos: Nazi-Kund­ge­bung am 9. Juni 2007 in Nien­burg

Per­so­nen, die — aus wel­chen Grün­den auch immer — der Mei­nung sind dass sie hier ja nun über­haupt nicht (mehr) hin­ge­hö­ren, raten wir nach­drück­lich sich bei uns zu mel­den. Ansons­ten bedan­ken wir uns wie immer im vor­aus für Anmer­kun­gen und Infor­ma­tio­nen zu den abge­bil­de­ten Per­so­nen und ihren Akti­vi­tä­ten. Wei­ter­le­sen

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Nazi­kund­ge­bung in Nien­burg

Christian Meier

Chris­tian Meier

9. Juni 2007, Nien­burg. In Nien­burg neh­men 73 Nazis an einer Kund­ge­bung der NPD und den sog. „freien Kräf­ten Nie­der­sach­sen“ gegen den G8-Gip­fel in Hei­li­gen­damm teil. Im Ver­lauf der Ver­an­stal­tung kommt es zu meh­re­ren gewalt­tä­ti­gen Über­grif­fen von Nazis auf Gegen­de­mons­tran­tIn­nen. Der Nazi Chris­tian Meier (Foto) aus Nienstädt/Sülbeck (bei Stad­tha­gen) bewegte sich zu Beginn der anti­fa­schis­ti­schen Gegen­kund­ge­bung noch unter den Demons­tran­ten und filmte diese aus nächs­ter Nähe.

Siehe auch:
Fotos von allen 73 Betei­lig­ten
NPD-Kund­ge­bung in Nien­burg (Weser) gestört (indy­me­dia)
Kein Heim­spiel für Neo­na­zis in Nien­burg (indy­me­dia)

Nazi-Spon­tan­auf­marsch in Lüne­burg

2. Juni 2007, Lüne­burg. Nach­dem der bereits im Dezem­ber 2006 ange­mel­dete Auf­marsch in Schwe­rin durch das OVG doch noch ver­bo­ten wurde, ver­la­gern etwa 350 brau­nen Jungs und Mädels ihre Akti­vi­tä­ten in die Fuß­gän­ger­zone der Stadt Lüne­burg. An die­sem Tag spa­ziert eine grö­ßere NPD-Dele­ga­tion aus Bre­mer­ha­ven und Bre­men (u.a. Michael Schä­fer, Mar­kus Pri­venau, Horst Gör­mann, Sascha Humpe und Michael Jur­keit) mit, ebenso wie Hein­rich Rath­jen aus Achim vom „Unab­hän­gi­gen Bür­ger­kreis“. Wei­ter­le­sen