Bre­mer­ha­ven rockt gegen Nazis

Nazis aus der Stadt rocken!

Nazis aus der Stadt rocken!

4. April 2008, Bre­mer­ha­ven. Etwa 250 Leute fei­ern in Bre­mer­ha­ven im Haus der Jugend beim „Nazis aus der Stadt rocken“-Konzert der Antifa Bre­mer­ha­ven. Nach­dem die Nazis ein paar Tage vor­her den Ver­an­stal­tungs­ort mit NPD-Auf­kle­bern zuge­klebt hat­ten, las­sen sie sich abends ent­ge­gen ihrer groß­mäu­li­gen Ankün­di­gung nicht blicken.

Luden­dorf­fer-Tagung in Dorfmark

21. März 2008, Dorf­mark. Seit mehr als drei Jahr­zehn­ten ver­sam­melt sich der „Bund für Deut­sche Got­tes­er­kennt­nis“ („Luden­dorf­fer“) jedes Jahr in Dorf­mark um seine Oster­ta­gung zu ver­an­stal­ten. In die­sem Jahr tau­chen ca. 150 Ver­wirrte auf um im Hotel „Deut­sches Haus“ ihre Tagung abzu­hal­ten. Zu den Luden­dorf­fern gesel­len sich die­ses Jahr auch ein paar „auto­nome Natio­na­lis­ten“, dar­un­ter Söhnke Dor­ten, Lars Poppke und Patrick Robert Rie­mer aus Sol­tau, Julian Monaco aus Bom­litz und Mar­tin Pie­ger aus Walsrode.

Auch etwa 100 Teil­neh­me­rIn­nen des inter­na­tio­na­len Jugend­work­camps Ber­gen-Bel­sen und einige Anti­fas fin­den sich in Dorf­mark ein und pro­tes­tie­ren gegen den rech­ten, völ­kisch-reli­giö­sen Müll.

Siehe auch: Luden­dorf­fer, „auto­nome“ Nazis und Wider­stand (indy­m­e­dia)

NPD-Info­stand in Bremen-Lesum

15. März 2008, Mar­ßel (Bre­men-Lesum). 7 NPD- und NPD-Jugend­gruppe-Nazis lang­wei­len sich am Rande ihres eige­nen Info­stan­des vor dem Ein­kaufs­zen­trum in Mar­ßel (Bre­men-Lesum). Wäh­rend die bei­den NPD/VS-Akti­vis­ten Jörg Wrie­den und Horst Gör­mann mit ihrer gan­zen Erfah­rung sicher stel­len, dass das Mate­rial für jeden der 0 inter­es­sier­ten Bür­ger reicht, steht der Nazi­nach­wuchs unbe­hol­fen dane­ben und friert. Modi­sche Schals ver­hin­dern das Erkal­ten der jun­gen deut­schen Hälse. Michael Schä­fer aus Bre­mer­ha­ven hat der­ar­ti­ges nicht nötig, er trägt sei­nen Kör­per-Käl­te­schutz schon seit Jah­ren mit sich herum, und für den Kopf­be­reich gilt ja sowieso: Wo nichts drin ist, kann auch nichts kalt wer­den.  Wei­ter­le­sen

Anti­fa­demo in Ganderkesee

15. März 2008, Gan­der­ke­see. In Gan­der­ke­see fin­det eine anti­fa­schis­ti­sche Demons­tra­tion mit über 350 Teil­neh­me­rIn­nen statt. Auf­ge­ru­fen dazu hat­ten das „Forum gegen Rechts“ sowie Anti­fa­grup­pen aus der Region. Gleich zu Beginn wird der Anti-Antifa-Foto­graf Jörg Schwan­ker aus Reck­ling­hau­sen inner­halb des Demo­zu­ges erkannt und von eini­gen Anti­fas ver­prü­gelt. Schwan­ker ist Haupt­ver­ant­wort­li­cher für ein Foto-Blog, auf dem er seit Mona­ten Per­so­nen­fo­tos ver­öf­fent­licht, die er am Rande von bun­des­wei­ten lin­ken Aktio­nen auf­ge­nom­men hat. Die ansons­ten fried­lich ver­lau­fende laut­starke Demons­tra­tion endet mit einer Abschluss­kund­ge­bung am Gym­na­sium. Wei­ter­le­sen

Haus­durch­su­chun­gen bei Nazis

12. März 2008, Bre­men/­Bre­men-Nord. Auf­grund der Anschlags­se­rie in den letz­ten Wochen auf das Lidice-Haus, den Bre­mer Info­la­den, den „U‑Shop“ in Bre­men-Nord und das KUZ in Oster­holz-Schar­m­beck fin­den Haus­durch­su­chun­gen bei neun Nazis in Bre­men und Bre­men-Nord statt.

Erneut Anschläge in Bremen

18. Februar 2008, Bre­men. In der Nacht vom 18. auf den 19. Februar wer­den beim Bre­mer Info­la­den in der St.-Pauli-Straße drei Fens­ter­schei­ben ein­ge­wor­fen. Zudem wer­den mit schwar­zer Farbe Nazislo­gans gesprüht. In der glei­chen Nacht schmei­ßen Unbe­kannte drei Fens­ter beim „U‑Shop“ in Bre­men-Vege­sack ein und sprü­hen die Parole „Antifa haha – Linke Zen­tren ver­nich­ten“ und ein Haken­kreuz an die Hauswand.

Bereits am 13. Februar wurde die Jugend­bil­dungs­stätte Lidice-Haus in der Bre­mer Neu­stadt ange­grif­fen. Vier bis­her Unbe­kannte war­fen Fens­ter­schei­ben im Ein­gangs­be­reich des Hau­ses ein und demo­lier­ten ein Fahrzeug.

Info­la­den in Bre­men beschmiert

Nazischmiererei am Infoladen

Nazischmie­re­rei am Infoladen

30. Januar 2008, Bre­men. In der Nacht vom 30. auf den 31.01.08 ver­üben bis­her noch Unbe­kannte zum wie­der­hol­ten Mal einen Anschlag auf den Info­la­den Bre­men. Sie sprü­hen ein Haken­kreuz und „FUCK ANTIFA“ auf die Fensterscheiben.

Antifa-Demo in OHZ

26. Januar 2008, Oster­holz-Schar­m­beck. Als Reak­tion auf die Nazi­ak­ti­vi­tä­ten wäh­rend des Wahl­kamp­fes zur nie­der­säch­si­schen Land­tags­wahl zie­hen knapp 200 Anti­fa­schis­tIn­nen unter dem Motto „Nazis raus aus den Köp­fen und aus den Par­la­men­ten“ durch Osterholz-Scharmbeck.

Schon zu Beginn der Demo ver­su­chen ein paar Nazis die Demo zu foto­gra­fie­ren, wer­den aber von einer Gruppe Anti­fas ver­jagt und tau­chen nicht wie­der auf. Auch im wei­te­ren Ver­lauf der Demo haben einige Nazis, die teil­weise extra aus Sol­tau-Fal­ling­bos­tel und Ost­fries­land ange­reist sind, kein Glück. Wei­ter­le­sen

Auto­nome Natio­na­lis­ten stören

24. Januar 2008, Gan­der­ke­see. Am Don­ners­tag­abend wird ein Vor­trag vom Lan­des­prä­ven­ti­ons­be­auf­trag­ten Ger­hard Bücker zum Thema Rechts­ex­tre­mis­mus in der Mensa des Gym­na­si­ums von „Auto­no­men Natio­na­lis­ten“ gestört. Die Nazis aus Sol­tau, Book­holz­berg und Del­men­horst ver­schaf­fen sich Zutritt zum Ver­an­stal­tungs­ort und foto­gra­fie­ren und bedro­hen BesucherInnen.

Siehe auch: Rechts­ex­tre­mer Angriff in Gan­der­ke­see (indy­m­e­dia)

Antifa-Spon­tan­demo in Schneverdingen

Matthias Behrens

Mat­thias Behrens

12. Januar 2008, Schne­ver­din­gen. In Schne­ver­din­gen fin­den sich gut 100 Anti­fa­schis­tIn­nen zu einer Spon­tan­de­mons­tra­tion ein. Grund dafür ist die seit Jah­ren bestehende gewalt­tä­tige und offen auf­tre­tende Nazi­szene um die „Sne­vern Jungs“. Auf der Demo wird außer­dem auf die aktive Betei­li­gung die­ser sog. „Freien Kame­rad­schaf­ten“ an der Durch­füh­rung des Land­tags­wahl­kamp­fes der NPD hin­ge­wie­sen, sei es durch Info­stände und Ver­teil­ak­tio­nen in der Region oder durch Direkt­kan­di­da­ten auf NPD-Listen.

Die reich­lich vor­han­dene Poli­zei beglei­tet die Demons­tra­tion und pro­vo­ziert nach Demo-Ende eine Aus­ein­an­der­set­zung, in deren Ver­lauf meh­rere Anti­fa­schis­tIn­nen fest­ge­nom­men wer­den. Wei­ter­le­sen