„Einmal das Baguette ‚Gyros‘ und eine Cola bitte!“

21. Oktober 2006, Berlin. An einem Aufmarsch der NPD in Berlin nehmen auch mehrere Bremer Nazi-Hooligans teil. Unter ihnen der Sänger der Bremer Nazi-Band „KC – Hungrige Wölfe“, Hannes Ostendorf, der kurzfristig als Sänger der niedersächischen Naziband „Agitator“ einspringt, nachdem deren Vorschreier wegen Volksverhetzung festgenommen wird (unter anderem röhrte er in einem „Song“: „Ich bin stolz, ein Nazi zu sein“).

Hannes Ostendorf in Berlin 2006

Hannes Ostendorf in Berlin 2006

Aus alt mach neu

Joachim Siegerist

Joachim Siegerist

8. Oktober 2006, Bremen. Rund 300 Gäste folgen einer Einladung der neuen rechten Vereinigung „Bremen muss leben“ um den Ex-Bremer Joachim Siegerist (Foto, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Die Deutschen Konservativen e.V.“) zu einer Veranstaltung unter dem Titel „aus Sorge um unser geliebtes Bremen und Deutschland“. Ort ist das Bremer „Hilton“-Hotel.

Der wegen Volksverhetzung verurteilte Siegerist hatte im „Weser-Report“ mit großflächigen Anzeigen für das Treffen geworben, auf welchem mit „Experten“ beraten werden sollte, wie das „stolze Bremen“ „Sicher, Sauber und Schuldenfrei“ werden könne. Am Rande des rechtspopulistischen Events sorgen Musikbarden aus Riga für die unmusikalische Abendbeschallung. Weiterlesen

Antifademo in Vechta

Christian Fischer

Christian Fischer

30. September 2006, Vechta. Unter dem Motto „Game Over – NPD Vechta, Freie Nationale und andere Nazis abschalten“ demonstrieren in Vechta ca. 300 Antifas gegen die zunehmenden rechtsextremen Aktivitäten in der Region. Einer der dortigen zentralen Figuren ist der Vechteraner Christian Fischer (Foto). Er ist Anführer der „Freien Nationalen Vechta“ (FNV), NPD-Kader und betreibt Kinderbetreuung sowie deren Ausbildung für die „Heimattreue Deutsche Jugend“ (HDJ), einer Nachfolgeorganisation der verbotenen „Wiking Jugend“.

Oidoxie-Konzert verhindert

16. September 2006, Ammerland. In Godensholt im Ammerland soll ein Konzert mit „Oidoxie“, „Cherusker“ und „Exxtressiv“ stattfinden. Als der Wirt merkt, dass es sich um ein Nazikonzert handelt, übergibt er der Polizei das Hausrecht und lässt den Laden räumen. Die ca. 50 Nazis werden kontrolliert und wieder nach Hause geschickt.

Es sollte eine „Abschiedsfeier“ für einen Nazi werden, der demnächst eine 4-jährige Haftstrafe antreten darf. Der Nazi-Knasti in spe reagierte bei der Räumung seines Abschiedsfestes allerdings sehr aggressiv und wurde erstmal mit auf die Wache genommen, womit der Übergang zwischen Freiheit und Gefängnis für ihn wohl eher fließend verläuft.

Lautes Aufmucken gegen Rechts!

16. September 2006, Weyhe. 14 Neonazis führen in Weyhe eine „Mahnwache“ gegen das „Aufmucken gegen Rechts“ durch, das antifaschistische Konzert selber ist mit über 1000 Besuchern etwas besser besucht. Der von den Nazis gewünschte Platz direkt gegenüber des Veranstaltungsortes wird ihnen jedoch verwehrt, so dass sie zum Markt umziehen müssen. Hier dürfen sie leider nicht in der Mitte des großen Platzes stehen, sondern müssen sich mit Reichskriegsflagge und Schwarzer Sonne-Flagge inhaltlich korrekt neben der Toilettenanlage postieren. Der Versuch mitgebrachte Flyer an den Mann oder die Frau zu bringen scheitert kläglich. Weiterlesen

Punk over JN

2. September 2006, Bremen-Lesum. Die Bremer JN-Gruppe meldet eine Kundgebung gegenüber des „Punk over Bremen“-Festivals in Bremen-Lesum an. Die einzigen die auftauchen sind allerdings die Jungs und Mädels in grün und zivil.

Allwardt pass bloss auf!

Sebastian Allwardt

Sebastian Allwardt

24. August 2006, Bremen-Findorff. Am Donnerstagabend wird der Bremer Neonazi Sebastian Allwardt (Foto) geoutet: Antifas verkleben mehrere Plakate und verteilen hunderte Flyer, die die Nachbarschaft auf seine Nazi-Aktivitäten hinweisen.

Allwardt wohnt in der Findorffstr. 60, wir zitieren aus dem verteilten Flyer:

„Sebastian Allwardt ist in der rechtsradikalen Szene in Bremen aktiv. Er arbeitet u.a. mit dem mehrfach Vorbestraften Anti-Antifa Aktivisten Andreas Hackmann zusammen. Gemeinsam versuchen sie an Informationen über Personen zu kommen, um sich einen Überblick über die ‚politischen Feinde‘ zu machen und Übergriffe auf diese zu planen.

Sebastian Allwardt beteiligt sich sowohl an der Informationsbeschaffung, als auch an daraus resultierenden Übergriffen.

In Bremen gehört er zur rassistischen Organisation der sogenannten ‚Hammerskins‘. Das Hammerskin-Netzwerk versteht sich als ‚weiße Bruderschaft‘, die ihrem elitären Selbstverständnis nach auch unter Einsatz von Gewalt für eine weltweite ‚arische‘ Nation kämpft. In diesem Netzwerk organisiert Allwardt Konzerte und vertreibt Tonträger über das Internet. Zudem ist Sebastian Allwardt auch Mitglied der Bremer Hammerskinband ‚Hetzjagd‘. Diese sind mit der Bremer Neonaziband ‚Endlöser‘ auch auf der Schulhof-CD ‚Anpassung ist Feigheit‘ vertreten. (…)“.

Endstufe-Konzert in Sandstedt

12. August 2006, Sandstedt. In Sandstedt (nördlich von Bremen) findet ein Nazikonzert mit „Short Cropped“ (Belgien), „Last Riot“ (Sachsen-Anhalt) und der Bremer Nazi-Kapelle „Endstufe“ als Hauptband des Abends statt. Die um den Sänger Jens Brandt („Brandy“) bestehende Band spielt unter freiem Himmel vor einem Publikum, das aus den verschiedensten Spektren der Skins besteht. Die reichlich anwesende Polizei sieht keinen Anlass, das Konzert aufzulösen.

Tausende Menschen gegen Nazis in Delmenhorst

7. August 2006, Delmenhorst. Etwa 3000 Menschen nehmen an einer Demonstration in Delmenhorst teil. Diese richtet sich gegen den Kauf eines leerstehenden Hotels durch die Wilhelm-Tietjen-Stiftung (vertreten durch den Nazi-Anwalt Jürgen Rieger), die bereits den „Heisenhof“ in Dörverden erworben hatte. Die Demo setzt sich aus einem breiten Bündnis verschiedenster Gruppen zusammen, darunter auch einige Hundert Autonome Antifas.

Siehe auch: Demonstration in Delmenhorst (indymedia)

Infostände der NPD/JN

August 2006, Bremen. Die Bremer NPD und ihre neu gegründete „NPD-Jugendgruppe“ haben zwischen dem 18.08. und dem 30.08. vier Infostände in Bremen durchgeführt, und zwar in Walle, Vegesack, Blumenthal und Gröpelingen. Anmelder der Infotische war Jörg Wrieden, seinerseits Kreisvorsitzender der NPD Bremen-Stadt. Neben ihm sind es immer die gleichen Gesichter die sich hinter dem Plastiktischchen langweilen. Weiterlesen

Nazi-Anwalt Rieger plant Hotelkauf in Delmenhorst

29. Juli 2006, Delmenhorst. Zeitungsberichten zufolge plant der Hamburger Nazi-Anwalt Jürgen Rieger ein leerstehendes Hotel in Delmenhorst zu kaufen. Innerhalb weniger Tage formiert sich breiter Widerstand in der Region, Jürgen Rieger dementiert die Meldungen zunächst.

Kommunalwahl-Kandidat der NPD-Verden im Knast

26. Juli 2006, Verden. Obwohl sich Dr. Rigolf Hennig schon in seinem letzten Lebensabschnitt befindet, muss er seit dem 10. Juli 2006 eine neunmonatige Haftstrafe in der Strafvollzugsanstalt Achim absitzen. Das Landesgericht Lüneburg bedachte ihn mit dieser Strafe wegen „schwerer Verunglimpfung des Staates“, wogegen er sich bis zuletzt zu wehren versuchte. Aufgrund seines „hohen Alters“ muss der 71-jährige jedoch seine Haft nur im „offenen Vollzug“ absitzen.

Trotz dieser Haftstrafe kandidiert Hennig für den Verdener Stadtrat und den Wahlbereich Verden/Dörverden. Da fügen sich seine Mitkandidaten der NPD-Verden gut ins Bild, die fast alle vorbestraft sind. Die Kommunalwahl am 10. September wird also mit einem Sträflingspferd ins Rennen gehen. Da bleibt nur noch zu diesen Kandidaten zu gratulieren…

Traurige Wahrheit

22. Juli 2006, Verden. In Verden treffen sich rund 40 Neonazis um eine Kundgebung „gegen Multikulti“ durchzuführen. Zu einigen Faschos aus dem Weser-Bergland unter der Führung von Markus Winter gesellen sich die braune Jammerbande vom Heisenhof und ein paar JN-Hanseln aus Bremen. Ihnen stellen sich gut 200 GegendemonstrantInnen lautstark entgegen, so dass letztendlich niemand etwas von den Nazi-Rednern hören kann. Anmelder Daniel Fürstenberg vom Heisenhof muss die Auflagen aufgrund der Lautstärke dreimal verlesen. Weiterlesen