Aus alt mach neu

Joachim Siegerist

Joa­chim Siegerist

8. Okto­ber 2006, Bre­men. Rund 300 Gäste fol­gen einer Ein­la­dung der neuen rech­ten Ver­ei­ni­gung „Bre­men muss leben“ um den Ex-Bre­mer Joa­chim Sie­ge­rist (Foto, Vor­sit­zen­der der Bür­ger­initia­tive „Die Deut­schen Kon­ser­va­ti­ven e.V.“) zu einer Ver­an­stal­tung unter dem Titel „aus Sorge um unser gelieb­tes Bre­men und Deutsch­land“. Ort ist das Bre­mer „Hilton“-Hotel.

Der wegen Volks­ver­het­zung ver­ur­teilte Sie­ge­rist hatte im „Weser-Report“ mit groß­flä­chi­gen Anzei­gen für das Tref­fen gewor­ben, auf wel­chem mit „Exper­ten“ bera­ten wer­den sollte, wie das „stolze Bre­men“ „Sicher, Sau­ber und Schul­den­frei“ wer­den könne. Am Rande des rechts­po­pu­lis­ti­schen Events sor­gen Musik­bar­den aus Riga für die unmu­si­ka­li­sche Abendbeschallung. 

Der rechte Hau­fen um Sie­ge­rist plant an der Bre­mer Bür­ger­schafts­wahl am 13. Mai 2007 teil­zu­neh­men, Ziel sind nach eige­nen Anga­ben 25% der Stim­mem. Die neuen Anhän­ger von Sie­ge­rist sind zu gro­ßen Tei­len die alten Ver­sa­ger und Het­zer aus den ehe­ma­li­gen Krei­sen von Schill-Par­tei, der rech­ten Grup­pie­rung „Auf­rech­ter Gang“, u.ä.
Wir wer­den über die wei­tere Ent­wick­lung der Grup­pie­rung und ihre Akti­vi­tä­ten infor­mie­ren. Dem Hil­ton-Hotel (Bött­cher­straße 2, 0421–36960) sei unter­des­sen für die Zukunft gera­ten, sich über even­tu­elle Nach­teile des Aus­tra­gens einer sol­chen Ver­an­stal­tung bewusst zu werden.

Siehe auch: Aus­führ­li­cher indy­m­e­dia-Arti­kel der Anti­fa­schis­ti­schen Jugend Aktion Bremen