September 2003, Bremen. In den letzten Monaten haben Nazis im Stadtteil Hastedt massiv Nazi-Sprüche gesprüht und NPD-Aufkleber verklebt. Von den selben Personen werden linke Plakate abgerissen und beschmiert. Hin und wieder sind auch kleinere Gruppen von Nazis im Stadtteil unterwegs. Vor kurzer Zeit hat sich deswegen die Antifaschistische Aktion Hastedt gegründet und versucht, das Treiben an die Öffentlichkeit zu bringen.
Wir meinen: Antifa heißt öfters mal nach Hastedt fahren…
Artikel der Kategorie ‘Was ging ab?’
Bürgerliche Rassisten hetzen
September 2003, Achim. In Achim findet ein Vortrag der „Unabhängigen Bürgergemeinschaft“ statt. Dort referiert Wolfgang Schrauth zu Thema „Islamisierung in Deustschland – Bedrohung der Demokratie“. Seine rassistischen Ergüsse gipfeln in der Forderung, „die in Deutschland lebenden Türken [zu] eleminieren“. Daraufhin kommt es zu Tumulten durch anwesende ZuhörerInnen. Seitdem wurden mehrere Strafanzeigen gegen ihn gestellt.
Protest gegen Grenzcamp-Räumung
9. August, Bremen. Als Reaktion auf die Räumung des antirassistischen Grenzcamp in Köln durch mehrere Hundertschaften entern mehrere AntirassistInnen die Bühne einer Klassik-Liveübertragung auf dem Bremer Marktplatz. Vor mehreren Tausend Menschen entrollen sie ein Transparent und verlesen eine Solidaritätserklärung, ohne dass die anwesenden Mitarbeiter einer Security-Firma dies verhindern können.
Hess-Propaganda
August 2003, Weyhe. Anlässlich des Todestages des Hitler-Stellvertreters Rudolf Hess kleben Nazis im Raum Weyhe Plakate.
Tonstudio in den Schlagzeilen
August 2003, Schwarme. Das Tonstudio „Art of Sound“ aus Schwarme in der Nähe von Bremen gerät in die Schlagzeilen. Mehrere bekannte Nazi-Bands hatten dort ihre Songs aufgenommen, der Betreiber scheint damit wenig Probleme zu haben. Weiterlesen
Nazi-Trauermarsch in Hamburg

Rigolf Hennig (linker Bildrand)
19. Juli 2003, Hamburg. Ca. 100 Nazis, vorwiegend aus dem NPD- und Dorfglatzenmilieu, trauern mehrere Stunden durch Hamburg. Auch einige Berufstrauerer aus dem Bremer Land sind dabei, traurige Vorstellung insgesamt. Als Redner tritt u.a. der Verdener Arzt Rigolf Hennig auf (auf dem Foto links, ganz rechts: NPD-Bundesvorsitzender Udo Voigt).
NPD Kaputt? Wir Spaß!
Juli 2003, Bremen. NPD Kaputt? Wir Spaß! Weiterlesen
Aufmucken gegen Rechts: Weiter so, Weyhe!
14. Juni 2003, Bremen-Weyhe. Über 500 Leute – vor allem aus dem Landkreis – haben viel Spaß, sehen gute Bands, essen und trinken leckere Sachen, informieren sich zum Thema Nazis in der Umgebung und schicken ein paar davon nach Hause. Aufmucken gegen Rechts halt.
Bürgerschaftswahl
25. Mai 2003, Bremen. Endlich, es ist vorbei!
Siehe auch:
Bürgerschaftswahlkampf 2003 — Ausblick
Bürgerschaftswahl 2003 — Rückblick
Naziaufmarsch in Hannover
24. Mai 2003, Bremen. Unter dem Motto „Heimreise statt Einwanderung, denn deutsche Kinder braucht das Land“ marschieren etwa 200 Neonazis in der Niedersächsichen Landeshauptstadt, umringt von hunderten GegendemonstrantInnen und viel Polizei. Die Faschobeteiligung aus dem Bremer Raum ist ziemlich mau.
Schill-Stand in Findorff
10. Mai 2003, Bremen. 6 Schillianer verteilen auf dem Findorffer Wochenmarkt Flugblätter an PassantInnen. Ein paar Meter weiter findet man den Scheiß oft zwischen faulem Gemüse im Mülleimer wieder.
REP-Stand in Walle
10. Mai 2003, Bremen. Etwa 10 Rep-Anhänger sind vor dem Walle-Center im „Wahlkampfeinsatz“. Gleich neben SPD und CDU versuchen Harald Wiese und Anhang Propaganda an PassantInnen loszuwerden.
Nazi-Plakate
9. Mai 2003, Raum Stuhr/Weyhe. Die „Freien Nationalisten Weyhe“ verkleben Plakate anlässlich der Befreiung Deutschlands im Mai 1945, Motto: „Wir feiern nicht“. Nun ja.
Naziaufmarsch in Neumünster
5. April 2003 Neumünster. Knapp 400 Neonazis marschieren gegen die Wehrmachtsausstellung in Neumünster, darunter auch der sich gern als „unpolitisch“ gebende Andre Sagemann aus Bremen und sein Anhang.
Faschos kleben Propaganda
April 2003, Bremen. Anlässlich des Irak-Krieges verkleben Nazis der Freien Nationalisten und ihrem Umfeld in mehreren Stadtteilen Aufkleber. Verantwortlich im Sinne des Presserechts: Tobias Thiessen aus Hamburg.