Bre­mer Nazis in Ham­burg

Andreas Hackmann

Andreas Hack­mann

2. Juni 2012, Ham­burg. Um die 500 Nazis mar­schie­ren anläss­lich eines her­bei­hal­lu­zi­nier­ten „Tag der deut­schen Zukunft“ durch Ham­burg, dar­un­ter zwei Hand­voll aus dem Bre­mer Stadt­ge­biet.

Neben dem obli­ga­to­ri­schen Hack­mann, Dau­er­mar­schie­rer Pri­venau und den bei­den NPD-Statt­hal­tern Gerold und Thors­ten Schib­block lässt sich auch der Anfüh­rer der Bre­mer Ham­mer­s­kins, Marc Gaitzsch, mal wie­der auf einem Auf­marsch bli­cken.

Bremer Nazis hinter ihrem Transparent, mit Fahne in der Mitte: Marius Lachnik

Bre­mer Nazis hin­ter ihrem Trans­pa­rent, mit Fahne in der Mitte: Marius Lach­nik

v.l.n.r.: Markus Privenau, Thorsten Schibblock, Alexander Greinke

v.l.n.r.: Mar­kus Pri­venau, Thors­ten Schib­block, Alex­an­der Greinke

Ebenso tre­ten einige jün­gere Nazis aus dem Umfeld der Bre­mer NPD die Reise in die andere Han­se­stadt an. Von ihnen seien die­ses Mal beson­ders die Bre­mer Alex­an­der Greinke und Marius Lach­nik erwähnt.

Alex­an­der Greinke aus Bre­men-Oster­holz gehört bereits seit 2009 zur Bre­mer NPD und betei­ligte sich seit­dem an den meis­ten Akti­vi­tä­ten die­ser Gruppe. Wäh­rend des Bre­mer Bür­ger­schafts­wahl­kamp­fes 2011 ver­suchte sich Greinke zeit­weise als „Anti-Antifa-Schnüff­ler“, u.a. indem er ver­suchte auf eine linke Ver­an­stal­tung im DGB-Haus am Bahn­hof zu gelan­gen. Am 6. April 2012 nahm er an einem nord­deut­schen Nazi-Tref­fen in Eschede teil, zu dem er gemein­sam mit Marius Lach­nik im PKW anreiste.

Alexander Greinke am Rande einer NPD-Kundgebung in Bremen-Gröpelingen (2011)

Alex­an­der Greinke am Rande einer NPD-Kund­ge­bung in Bre­men-Grö­pe­lin­gen (2011)

Marius Lachnik

Marius Lach­nik

Der gerade erst voll­jäh­rige NPD-Youngs­ter Lach­nik ist sei­ner­seits seit min­des­tens 2010 in der Bre­mer Nazi­szene aktiv, im letzt­jäh­ri­gen Wahl­kampf gehörte er zu den Dau­er­gäs­ten auf fast sämt­li­chen NPD-Info­stän­den und ‑Kund­ge­bun­gen. Beide gehö­ren aktu­ell zum klei­nen Kern des klei­nen Bre­mer NPD-Nach­wuch­ses.

2. Reihe v.l.n.r.: Markus Privenau, Gerold Schibblock, Sascha Humpe, Marius Lachnik, Thorsten Schibblock (Bad Nenndorf 2010)

2. Reihe v.l.n.r.: Mar­kus Pri­venau, Gerold Schib­block, Sascha Humpe, Marius Lach­nik, Thors­ten Schib­block (Bad Nenn­dorf 2010)

Satz am Rande: Wir sind auch wei­ter­hin an sämt­li­chen Infos zur Bre­mer NPD inter­es­siert und hof­fen auch in Zukunft auf rege Benut­zung unse­res anony­men Kon­takt­for­mu­la­res!

Am Abend des 2. Juni kommt es im Bre­mer Haupt­bahn­hof noch zu einem Zwi­schen­fall, als mit einem Zug aus Ham­burg nicht nur viele Bre­mer Anti­fa­schis­tIn­nen nach Hause fah­ren, son­dern auch ca. 80 gefrus­tete Nazis für ihre Wei­ter­fahrt nach NRW umstei­gen wol­len. Als die über­mü­ti­gen Faschos auf dem Gleis aus dem Zug stür­men wol­len, kommt es zu hef­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Anti­fas, in deren Ver­lauf meh­rere Nazis ver­letzt wer­den. Die Poli­zei bekommt die Situa­tion nach 2 Minu­ten mit Schlag­stock und Pfef­fer­spray irgend­wie wie­der unter Kon­trolle.

Siehe auch:
Fotos des Nazi­auf­mar­sches (Recher­che Nord)
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